Christian Thoenemann über Führung, Azubis und Tourenplanung im SHK-Handwerk mit TOURPILOT (#23)

Shownotes

HEUTE zu Gast: Christian Thoenemann von der Schmitt Haustechnik HSK GmbH aus Eppelheim. Christian ist kein Unbekannter bei Business Backstage – vor knapp einem Jahr war er bereits der allererste Gast im Podcast – und seitdem hat sich einiges getan.

Seit Januar 2025 führt er Schmitt Haustechnik in neuer Verantwortung – und das Unternehmen ist seitdem auf rund 60 Mitarbeiter gewachsen. Mit dem Wachstum kommen neue Chancen, aber auch neue Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt

In dieser Folge sprechen Christian & Lucas über die SHK-Branche, moderne Führung im Handwerk und die Frage, wie man junge Menschen für eine Ausbildung begeistert. Besonders spannend: Christian verrät, wie es ihm gelungen ist, in Zeiten des Fachkräftemangels über 100 Bewerbungen für Ausbildungsplätze zu generieren.

Außerdem geht es um ein Projekt von Lucas & Max, das in den vergangenen zwölf Monaten in Zusammenarbeit mit Schmitt Haustechnik entstanden ist: Tourpilot. Ein Problem, das viele SHK-Betriebe kennen: Die Tourenplanung kostet Zeit, Nerven und Geld. Christian berichtet offen über diesen täglichen Engpass und wie Tourpilot dabei hilft, die gesamte Tourenplanung mit minimalen Fahrzeiten und nur wenigen Klicks zu organisieren – inklusive automatischer Kundenbestätigung.

Was genau steckt hinter Tourpilot? Wie funktioniert das Tool? Welche Auswirkungen hat das auf den Arbeitsalltag? Und warum könnte genau diese Lösung die Einsatzplanung im SHK-Handwerk nachhaltig verändern?

Eine Folge voller Praxiswissen, ehrlicher Einblicke und spannender Ansätze für die Zukunft der Gebäudetechnik.

Jetzt reinhören in die neue Folge von Business Backstage! 🚀


Christian & SCHMITT Haustechnik ⬇️ ► Instagram: https://www.instagram.com/schmitthaustechnik/ ► Webseite: https://www.schmitthaustechnik.de/ ► LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christian-t-7518a1136/

Tourpilot: Unsere Tourenplanung für die SHK-Branche ⬇️ ► Instagram: https://www.instagram.com/tourpilot.de/ ► Webseite: https://info.tourpilot.de/

Business Backstage & das-handwerk-sucht.de ⬇️ ► Linktree: https://linktr.ee/businessbackstage ► Instagram: https://www.instagram.com/business.backstage.podcast/ ► DHS-Webseite: https://das-handwerk-sucht.de/

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich sage immer, Handwerk muss anders gehen und da habe ich das letzte Jahr oder die letzte Zeit sehr viel dafür getan dass es auch funktionieren kann.

00:00:08: Über das Handwerk sucht sensationelle Kampagne gemacht zum Recruiting von Auszubildenden.

00:00:14: Wir haben jetzt weit an die Hundert Bewerbungen bekommen und da muss ich sagen wenn ich mich damit Kollegen in der Branche drüber unterhalte wir sind da wirklich ausständig.

00:00:22: deswegen gemeinsam mit euch den Tour Pilot entwickelt vom Handwerk fürs Handwerk.

00:00:28: Es

00:00:28: ist auch übrigens das erste Mal, dass wir jetzt so offiziell über Tour Pilot überhaupt sprechen.

00:00:32: also wir sind ja fast schon Jahr komplett da dran!

00:00:35: Hallo Leute herzlich willkommen bei einer neuen Folge Business Backstage.

00:00:39: heute zu Gast Christian Tönemann Geschäftsführer der Schmidt Hausttechnik GmbH aus Appleheim und Christian ist ein ganz besonderer Gast.

00:00:47: er war nämlich damals Ja, der erste richtige Gast bei Business Backstage.

00:00:52: Das Ganze ist jetzt zehn Monate her.

00:00:55: Damals ging es viel über sein Werdegang.

00:00:56: Heute sprechen wir mal über die Unternehmerische Perspektive.

00:01:00: Es wird auf jeden Fall eine geile Folge.

00:01:01: Christian, ich freue mich schön, dass du da bist!

00:01:03: Ich bin ja wieder Holungstäter.

00:01:04: Danke, dass ich hier sein darf.

00:01:05: Ich freu' mich aufs Gespräch mit dir.

00:01:07: Ich freue mich auch.

00:01:08: Das wird ja ... Mit dir sind die Gespräche immer lustig?

00:01:12: Zumindest hinter der Kamera... Und vor der Kamera natürlich seriös.

00:01:19: Schauen wir mal, wie sie gestalten heute.

00:01:20: Wird auf jeden Fall spannend!

00:01:21: Ja,

00:01:21: wird auf jeden fall super.

00:01:23: Christian, zehn Monate ist es her?

00:01:25: Hat ich jetzt gesehen.

00:01:26: und damals warst du ja sehr frisch Geschäftsführer.

00:01:30: Also wie lange warst Du da?

00:01:31: drei vier Monate?

00:01:32: Genau das war.

00:01:33: im Januar hatte ich gestartet letztes Jahr und jetzt seit einem Jahr und fünf Monaten quasi im Handwerk vorher andere Stationen begleitet.

00:01:43: von daher Ich denke, ich kann heute bestimmt was erzählen.

00:01:47: Wie meine Erlebnisse im Handwerk waren.

00:01:49: jetzt nach der Zeit?

00:01:50: Ja, ja ... Und wer Christian nach dieser Folge interessant fand, der kann sich auf jeden Fall mal die erste Folge von Jahr anschauen mit dem Max Wadi.

00:01:58: Da ging's sehr viel über dein Werdegang und ich glaub wir können jetzt sehr viel darüber sprechen wie so die zehn Monate waren und vor allem aus der unternehmerischen Perspektive.

00:02:09: Was würdest du sagen hatt' dich in diesen zehn Monaten vielleicht verändert?

00:02:15: Also ich habe in den zehn Monaten sehr, sehr viel gelernt.

00:02:17: Ich habe sehr viele positive Erfahrungen gesammelt und durchaus auch negative.

00:02:22: Und ich denke eigentlich das Handwerk muss anders gehen.

00:02:33: Das letzte Jahr oder die letzte Zeit war teilweise sehr anstrengend.

00:02:42: Aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg und verändert hat mich eigentlich die... Ja, meine Einstellung hat sich verändert.

00:02:50: Ich habe gelernt Dinge anders anzugehen weil wir einfach in einem anderen Umfeld unterwegs sind als indem das ich vorher gewohnt war.

00:03:01: Wir kommen aus dem sehr kaufmännisch geprägten Umfeld und aus einem sehr zahlengetriebenen Umfeld.

00:03:06: Und bin jetzt im Umfeld wo doch die Besitzstandswahrung eine viel stärkere ist es viel mehr darum geht selber zu schauen, wo man bleibt und Veränderungen auch wenn sie positiv gemeint sind nicht immer als positiv wahrgenommen werden sondern immer erst mal als Einschnitt in die Persönlichkeitsrechte.

00:03:30: Und da habe ich doch sehr lange mit mir hadern müssen das zu verstehen.

00:03:36: aber mittlerweile bin ich doch doch sehr optimistisch dass es klappt.

00:03:40: Hast du da mal ein Konkretes Beispiel?

00:03:43: Ja... Mein Lieblingsbeispiel ist immer, als wir damals die Benefits eingeführt haben.

00:03:50: Also hier mit Higher Benefits und die Bennys sind ja mittlerweile zentraler Bestandteil meiner Mitarbeitergewinnung oder meines Mitarbeiter-Recruitings was wir auch gemeinsam gestalten über das Handwerk sucht ein zentrale Element.

00:04:03: da gibt es Benny Helles.

00:04:05: mich zahl quasi Nicht quasi zahl ich jeden Mitarbeiter, zahle ich sechshundert Euro Zuschuss für seine Gesundheit im Jahr und das ohne irgendwelche Haken oder Risiken.

00:04:19: Du gehst zum Physiotherapeuten, lässt sich behandeln auf Privatrezept, scams mit deinem Handy die Rechnung und hast zwei Wochen später das

00:04:27: Geld.".

00:04:28: Alleine das Verständnis dafür zu schaffen, dass ein Unternehmer dazu bereit ist sein Mitarbeiter in sechshundert Euro im Jahr additiv zum Gehalt zu bezahlen.

00:04:38: Hat glaube ich bei neunzig Prozent der Belegschaft große Fragezeichen ins Gesicht gemalt und hat Erstmal nicht den Effekt gehabt, den ich mir darunter vorgestellt habe und zwar dass sich alle freuen.

00:04:50: Sondern der erste Effekt war okay wo ist der Haken?

00:04:55: Wo muss ich aufpassen das mir mein Chef nichts Böses will und mir vielleicht woanders in die Tasche greift?

00:05:02: Und so einer der prägensten Momente

00:05:07: wird das ganze Konzept.

00:05:08: Wir haben

00:05:10: ja mehrere Elemente eingeführt, also einmal Benni Helds wie gesagt die sechshundert Euro.

00:05:17: Dann haben wir Benni Bike zwei Jobräder oder zwei Diensträder die sich jeder über die Firma ließen kann.

00:05:24: dann haben wir Benny Food wo ich nochmal jeden Mitarbeiter hundherzwanzig Euro Verpflegungspauschale im Monat bezahle.

00:05:30: das wird sehr gut angenommen.

00:05:32: und was wir jetzt noch neu haben ab Juni ist Benni Tech.

00:05:37: Da können die Mitarbeiter sich Technik Gegenstände erließen, sei es ein neues Handy, neuer Fernseher oder whatever.

00:05:43: Ich denke das ist ein zentrales Element auch gerade wenn's darum geht junge Leute anzusprechen.

00:05:50: und wir sind ja auch in einem Umfeld wo die Kollegen eher ältere Generationen sind und auch da haben wir gemeinsam viel getan und ich werde da nicht müde viel zu tun um gerade auch junge Leute ins Handwerk reinzubekommen.

00:06:05: Und deswegen habe ich da was spannend, das jetzt nochmal mit reingenommen.

00:06:09: Weil über Technik denke ich kann man junge Leute heute auch noch mal anders begeistern und wir wollen ja eigentlich auch transportieren dass unsere Branche eben nicht mehr nur stinkendes Öl ist oder... verrusten und vergabbelten Kellern den ganzen Tag rumzuarbeiten.

00:06:31: Wir sind ja ein technikbetriebener Beruf, das wird jetzt immer stärker kommt es in den Fokus auch durch die Wärmepumpe.

00:06:36: Wir haben es bei den KFZ-Mechanikern gesehen, die heißen mittlerweile auch Mechatroniker.

00:06:42: Weil eben der Großteil ihrer Arbeit heute die Elektronik ist und nicht mehr das Schrauben an der Ölwand sondern Fehler auslesen und dann über die Technikseite das Auto zu reparieren.

00:06:56: Und das ist ja auch das was wir in unserem Beruf wollen im SAK berufen.

00:06:59: ... transportieren, dass wir technikgetrieben sind.

00:07:02: Dass wir von Innovationen getrieben sind und ich meine es kommt im Jahresrhythmus kommen neue Wärmpumpen auf dem Markt.

00:07:10: Werden immer leiser werden immer kompakter werden immer effizienter... Und das ist ja auch damit ein Beitrag den jungen Menschen auch leisten können.

00:07:20: dann zur Energiemente.

00:07:22: Ja absolut, absolut!

00:07:24: Und es zeigt dir auch, dass ihr euch als modernes Unternehmen aufstellt.

00:07:27: eine Frage noch zu diesem Benitec bezahlt Gibt es in Ihnen einen Zuschuss von euch?

00:07:32: Ja,

00:07:32: genau.

00:07:33: Wir subventionieren die Leasingrate und du kannst dir dann zum Beispiel deinen iPhone über die Firma lesen.

00:07:43: Ist natürlich auch gebunden daran dass du im Unternehmen bleibst und das ist natürlich nicht nur ... ... einen Benefit für den Mitarbeiter, dass er eben seinen Technik günstiger bekommt.

00:07:53: Sondern eben auch ein Benefit... ...dass ich Mitarbeiter langfristig an mich bin.

00:07:58: Ich meine jeder kenne es und ihr am besten über eure... ...über das Handwerk sucht.

00:08:05: Mitarbeiter Recruiting ist gar nicht mehr das teure Heute.

00:08:09: Das Teure heute ist die Einarbeitung der Mitarbeiter.

00:08:12: Und Mitarbeiter der geht... Der ist weg und der kostet dich halt das Geld der Einarbeitungen.

00:08:20: Wir arbeiten heute mit sehr strukturierten Einarbeitungsplänen, wenn neue Mitarbeiter bei uns anfangen.

00:08:26: Das ist auch sehr wichtig da ich eben gezielt auf junge Menschen gehe und ich gehe auch gezielt aus Auslernar, aus anderen Betrieben und schaue mir diese intensiv an.

00:08:39: Wenn wir keine Betriebe finden die jungen Menschen die Chance geben auch nach der Ausbildung zum Beispiel im Kundendienst zu arbeiten oder auch mal eine Störung zu beseitigen.

00:08:49: Und das wird am Anfang nie sofort klappen, da ist ganz viel Erfahrung und ganz viel Wissen, was da transportiert ist.

00:08:57: Ich sehe es gerade bei unseren... ... bei unseren Kundendienstechnikern, die schon seit ... ... zwanzig-dreißig Jahren bei uns dabei sind.

00:09:05: Da ist eine Störung auch mal in der Stunde erledigt und ... ... jemand, der gerade ausgelernt hat und frischem Kundendienst ist, ... ... der braucht dann nochmal zwei Stunden, der muss dann noch einmal anrufen... ... oder im Bergkundendienst das Hersteller nachfragen ... ... oder wir bedienen uns dann auch der KI und fragen die KI sag mal.

00:09:23: Was ist der Fehler-Code jetzt?

00:09:24: oder woran kann es liegen, dass die Heizung nicht funktioniert.

00:09:27: Die Hersteller stellen ja sehr breit an Informationen bereit.

00:09:32: Da geht's eigentlich nur darum, dass man die auch kanalisiert bekommt für seine Mitarbeiter und da machen wir viel mit JetGPT und arbeiten viel mit digitalen Tools Und das klappt eigentlich auch recht gut.

00:09:45: Problematischer ist eher so, dass das Verständnis beim Endkunden, warum hat es hier zu lange gedauert?

00:09:51: Warum muss ein qualifizierter Mitarbeiter zwischen drin rausgehen und mit dem Werkskundendienst des Herstellers telefonieren.

00:10:00: Ja, ganz einfach weil das nicht kann, ne?

00:10:02: Weil man nicht jede Störung oder jeden Fehler in der Ausbildung lernen kann.

00:10:06: Dafür sind dann die Arbeitsjahre da, dass man Erfahrungen sammelt und jeder von uns kennt es.

00:10:12: Wir waren alle nicht von Anfang an auf den Skilllevel, auf dem wir heute sind.

00:10:17: Und da geht's eigentlich darum junge Menschen dahin zu führen in die Perspektive zu bieten, ihm auch die Möglichkeit zu geben und auch den Rücken zu stärken.

00:10:29: Und ähnlich sehe ich das auch.

00:10:32: was zum Beispiel die deutschen Sprachkenntnisse betrifft haben wir auch im letzten Jahr seitdem wir viel mit euch gemacht haben, haben wir ja auch sehr viel Recruiting gemacht.

00:10:45: Wir haben letztes Jahr über das Handwerk sucht Siebenundzwanzig oder Neunzwanzigg Montörer eingestellt und Kundendiensttechniker.

00:10:54: Klar waren da nicht alles Muttersprachler dabei, ne?

00:10:57: Und da gilt es dann für mich eben auch zu sagen okay, da müssen wir eben neue Wege finden wie die Mitarbeiter oder wie die Kollegen integriert werden können in den Betrieb.

00:11:07: Auf der anderen Seite erwarte ich dabei auch ein Verständnis vom Endkunden, der dann eben auch mal verstehen muss.

00:11:13: Wenn er möchte, dass ihm jemand seinen Wart installiert oder seine Heizung installiert und seine Wartung macht oder seine Störung beseitet, das er eben nicht hundert Prozent erklären kann was er gerade da tut weil am Ende vom Tag erzählt für mich das Ergebnis und nicht der Weg dahin und der muss auch gar nicht immer erklärt werden.

00:11:30: Da haben wir doch im letzten Jahr auch immer wieder Diskussionen gehabt mit Endkundinnen die das überhaupt nicht verstanden haben dass der Mitarbeiter nicht erklären kann, was er gerade tut.

00:11:40: Klar

00:11:40: die denken dann halt, die führen das oft auf die Qualifikation zurecht und denken dann ... weißt du überhaupt, was hier tut?

00:11:46: Nur weil es vielleicht nicht erklären könnte.

00:11:48: Okay interessant!

00:11:49: Da sage ich da muss man auch neue Wege gehen.

00:11:51: Also grade in der Arbeit mit jungen Menschen muss man denke ich heute viel tun.

00:11:59: Da werde ich auch nicht müde das zu sagen.

00:12:01: Wir haben verschiedene Bereiche, dass einmal der Bereich Erfahrungen sammeln und in der Ausbildung die Auszubildenden schon ordentlich mit ranführen.

00:12:12: Aktuell haben wir zehn auszubildende und für dieses Jahr haben wir wieder fünf neue Auszubillende eingestellt.

00:12:19: Auch da muss man sagen... über das Handwerk sucht, sensationelle Kampagne gemacht zum Recruiting von Auszubildenden.

00:12:30: Wir haben jetzt weit an die Hundert Bewerbungen bekommen für die Ausbildung zum Anlagenmechaniker.

00:12:37: und da muss ich sagen wenn ich mich damit Kollegen in der Branche drüber unterhalte wir sind da wirklich auszendingen.

00:12:44: Das war jetzt gar nicht so einfach, da die fünf Besten rauszufinden.

00:12:49: Aus diesem Pool an Leuten hat wirklich Spaß gemacht und wir haben auch einen Großteil der Leute uns alle angeguckt.

00:12:55: Wir haben da wirklich sehr viel Zeit reingesteckt.

00:12:58: Weil auch da sage ich, wenn man vielleicht anhand der Bewerbung oder Hand des Lebenslaufs oder der Zeugnisse, die kommen eigentlich sagen müsste... Das wird schwierig, denke ich muss man sich da auch die Leute angucken.

00:13:12: Muss den Leuten auch eine Chance geben sich zu präsentieren.

00:13:16: und selbst wenn wir dann im Vorstellungsgespräch festgestellt haben dass das derjenige nicht für unseren Betrieb ist hat er junge Menschen meiner Wahrnehmung immer noch was mitgenommen weil ich ihm nämlich dann mal erklärt habe dass man auch mal so eine Bewerbung abfotografieren kann Und kann mal die KI fragen Sondern welche Rechtschreibfehle hab ich denn da drin?

00:13:34: oder machen wir mal die die Bewerbungen schön.

00:13:37: Da hat heraus gelernt, dass er für die Zukunft eine ordentliche Bewerbung hat mit der er sich in einem anderen Betrieb bewerben kann wo er dann hoffentlich genommen wird.

00:13:47: Und da sage ich das ist wirklich ein zentraler Bestandteil den wir auch als Verpflichtung als Unternehmen haben.

00:13:53: Wir müssen junge Menschen ausbilden wir müssen sie ran führen an den Beruf.

00:14:01: Wir müssen ihnen die Möglichkeit geben, etwas zu lernen und nicht nur das Werkzeug zu tragen oder zu kehren.

00:14:07: Das ist auch ganz wichtig.

00:14:09: Da gilt es dann immer wieder die Brücke zu bauen hin zu den Altmeistern und Altgesellen, die das manchmal noch anders sehen können wir nach Herber nochmal drauf eingehen und eben auch... ...das ist die Verpflichtung, die wir haben.

00:14:21: aber da gibt's auch eben noch die Ver Pflichtung des Kunden.

00:14:24: Die Verpflichtung des Kunden ist auch zu sagen, hey ich bin eben auch bereit.

00:14:29: Also auszubildende im ersten Leer berechne ich gar nicht aber am zweiten Leer fange ich an auch berechnen die Auszubildenden mit ab.

00:14:37: Nicht als ausgelehrten Monteur sondern als Helfer.

00:14:40: Da gilt dann eben aber auch für den Endkunden die Verpflichtung zu sagen, hey ich bin bereit in den Auszubildenden mitzubezahlen.

00:14:46: Auch wenn der mal bei einer Wartung vielleicht eine Stunde neben dran gestanden hat und vielleicht nichts gemacht hat, hat er denn noch in der Zeit was gelernt?

00:14:55: weil er hat gelernt wie man eine Wartungen an eine Heizungsanlage macht.

00:14:59: Gibt es da Leute die sich beschweren?

00:15:00: Ja da habe ich massive Diskussionen tatsächlich massive Beschwerden auch am Telefon.

00:15:05: Aber da muss ich sagen... werde ich nicht müde, das zu formulieren.

00:15:10: Dass es da für mich keinerlei Diskussionsgrundlage gibt und ich kann jedem dann immer nur gebe ich den Ratschlag wenn er Kinder oder Enkel hat wer dann in zehn oder zwanzig Jahren dann damals die Heizung überprüfen soll oder alles neu machen soll?

00:15:26: und in der Regel ist es so dass die Kunden das auch verstehen.

00:15:29: aber da gibt's tatsächlich auch Kunden wo man sagen muss okay dann sind wir nicht der richtige Betrieb mit dem zusammenarbeiten.

00:15:37: Ach krass, woher dann zum Beispiel ein Wartungsvertrag oder was auch immer.

00:15:41: Ja der wird dann gekündigt ne?

00:15:42: Oder der Kunde kündigt und... Gut bei der Wartung fällt es gar nicht so auf und bei der wartung ist ja sowieso ein pauschal betrag.

00:15:50: oder wenn wir eine störung haben, oder Wenn nach der wartung eine folge arbeit gemacht werden muss dass ne brennerdichtung ausgetauscht werden muss aber whatever.

00:15:58: Und da ich meine das mussten auszubildende auch lernen.

00:16:01: Das ist auch bestandteil der prüfung heute.

00:16:04: Wartungen ist ein eigener teil in der in der prüfung und das muss auch gelernt werden.

00:16:09: und die verpflichtung Die haben wir alle Die Verpflichtung hat genauso der Endkunde wie auch der Betrieb.

00:16:17: Und die größte Verpflichtungen, die wir alle haben ist auch jungen Menschen heute Struktur und Halt zu geben und eben auch zu lernen... ...wie man sich organisiert, wie man seinen Tagesablauf auf die Reihe kriegt.

00:16:33: Dass es eben nicht selbstverständlich ist dass wenn man Wenn Arbeitsbeginn um sieben Uhr ist, dass man um sieb Uhr dreißig anruft und sagt das man krank ist.

00:16:43: Weil wenn jemand um siebn Uhr dreizig Anruf geht davon aus hat verschlafen und es nicht krank Und alleine diese überhaupt sich zu melden und Bescheid zu sagen, dass ich nicht komme Ist schon tatsächlich für viele junge Menschen eine Herausforderung.

00:17:00: und da muss ich sagen dann merkt man ganz klar Dass die Werpflicht in Deutschland abgeschafft worden ist nach wie vor für mich eins der Grundprobleme.

00:17:11: Du denkst,

00:17:11: dass die Jahre oder die Monate zur Reife dann auch fehlt?

00:17:14: Ja richtig genau.

00:17:16: und was man halt auch merkt ist das in familiär bei den Elternteile arbeiten in der Regel und dass junge Menschen oder Kinder ihren Tagesauplauf selber organisieren müssen.

00:17:33: Und wenn du es nicht gewohnt bist, dass du dich irgendwo abmelden musst.

00:17:36: Ja woher sollst du's dann noch wissen?

00:17:38: Das ist das was wir als Betriebe heute leisten müssen gerade in der Zusammenarbeit mit jungen Menschen und da haben wir alle die Verpflichtung für.

00:17:46: Sonst werden wir irgendwann keine SHK mehr haben.

00:17:50: Aber finde ich ja cool also so auch von meiner Zeit so zu denken und jetzt nicht die Schuld nur auf die neue Generation zu schieben wie uns ja dann auch viele machen sondern... ... mit den Umständen, die jetzt halt da sind.

00:18:03: Zu nehmen und zu sagen hey wie kann ich damit also darauf am besten reagieren?

00:18:07: Find' ich ja cool.

00:18:08: ein Gedanken eigentlich!

00:18:09: Ja...und da tun wir sehr viel für.

00:18:12: Wir machen mittlerweile regelmäßig Workshops mit unseren Auszubildenden.

00:18:19: Wir haben ein Buddy-System eingeführt das jeder auszubildende im ersten Lehrjahr die neu bei uns anfangen kriegen aus den höheren Lehrjahren jemanden an die Seite gestellt.

00:18:29: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man in Auszubildenden sich nicht wohl fühlt.

00:18:35: Es ist schon schwierig für die oft das dann an den Chef weiterzugeben oder dem Gesellen Bescheid zu sagen weil der manchmal auch Teil des Problems ist.

00:18:45: und dann haben wir dieses Buddy System eingeführt, dass die im ersten Layer sich dann eben an die höhere Layer verwenden können Und dann Ratschläge bekommen, wie sie gemeinsam zu uns kommen und besprechen die Probleme mit uns.

00:19:02: Dann schaffen wir die aus der Welt.

00:19:04: Dann haben wir ein Unternehmenscoach mit reingenommen.

00:19:08: Wir machen regelmäßig Workshops mit den Auszubildenden.

00:19:11: Das fängt damit an dass wir uns mal hingesetzt haben und haben uns überlegt Mit dem Auszubillenden Wie werde ich denn eigentlich wahrgenommen wenn ich so bei einem Endkunden reinkomme?

00:19:23: findet der Endkunde das vielleicht suspekt, wenn ich mit dem Handy schreibend an ihm vorbeilaufe ohne guten tag zu sagen.

00:19:32: Was ja heute ganz normal ist dass man nicht mehr mitbekommt was in seiner umgebung passiert.

00:19:38: auf der anderen seite ist dann aber immer sind die augen immer groß.

00:19:41: wenn dann Der geselle dann wenn er fertig ist mit seiner arbeit Das trinkgeld in die hand bekommt gedrückt bekommt aber der auszubildende halt nicht.

00:19:50: und ... war dann meine Frage, ihr habt immer darüber nachgedacht, dass der Kundeflösch gar nicht wahrnimmt.

00:19:56: Weil ihn auch nicht wahrgenommen hat und ... ... da haben wir sehr viel gemacht.

00:20:04: Dann haben ja auch tatsächlich einen halben Tag lang ... ... haben wir uns mit den Gesellen zusammengesetzt... ... und haben mit den gesellen darüber gesprochen.

00:20:13: okay?

00:20:18: Was müssen wir tun?

00:20:20: oder was hindert euch daran?

00:20:21: ... anders auf die jungen Menschen einzugehen.

00:20:27: Und da waren es tatsächlich sehr einfache Gründe, zum Beispiel dass man gesagt hat ich möchte nicht jeden Morgen in Betrieb kommen und den Auszubildenden abholen... Ich möchte gerne direkt auf meine Baustelle fahren.

00:20:40: Dann sage ich das ist ein recht einfach lösbares Problem!

00:20:45: Gibt dem Auszubildenden ein Tankzuschuss, dann fährt er nicht morgens in die Firma sondern trifft sich auf halben Weg mit seinem Gesellen oder mit seinem Meister.

00:20:54: Und dann fahren sie von da aus gemeinsam eben los und so ist dann beiden geholfen der auszubildende.

00:21:00: Ist den Tag über unterwegs hat jemanden bei dem man was lernen kann und der Geselle verliert keine Zeit.

00:21:09: Das Thema Handywarte tatsächlich ein sehr, sehr großes Problem.

00:21:13: Und da hab ich dann auch gesagt, ey das Handy ist kein Bestandteil der Arbeit und wenn ihr euch das so stark nervt oder einschränkt, dann müsst ihr einfach sagen hier einsammeln.

00:21:26: Kiste ins Auto gestellt, da kommt's Handy rein, wenn Arbeitsbeginn ist und dann wird die Kiste zugemacht und dann bleibt es da drin solange bis Feierabend ist.

00:21:32: Ist jetzt der Standard bei euch?

00:21:33: Oder

00:21:34: sind die individuellen Entscheidungen, Auch da sage ich, ne?

00:21:40: Die jungen Gesellen denen ist es egal.

00:21:42: Wenn der auszubildende dann während der Autofahrt die ganze Zeit neben ihm sitzt und TikTok-Videos guckt... Da sind anderes Verständnis dafür da.

00:21:52: Da sag' ich, da muss man aber auf jede Befindlichkeit schon Rücksicht nehmen und wenn man das schafft kriegt man's auch hin ein cooler Ausbildungsbetrieb zu sein.

00:22:00: Und woran mässig das dass wir ... guter Ausbildungsbetrieb sind.

00:22:06: Ich messe es gar nicht an den Noten, die die Leute schreiben, ne?

00:22:08: Weil das hier sehr Individualitätsgetrieben auch ist.

00:22:11: Absolut ja!

00:22:12: Ich messte es daran... zu einem an der massiven Anzahl an Bewerbungen, ...die wir jetzt zum Ausbildungshjahr hatten und ich hab's ja eigentlich gesagt weit an die Hundert.

00:22:24: Das schon crazy eigentlich.

00:22:25: Das

00:22:25: ist verrückt.

00:22:26: Hundertbewerbung

00:22:28: okay?!

00:22:28: Dann

00:22:29: haben wir bei uns den Kali Zorn, der unser unser Ausbilder ist und der ja auch sehr aktiv ist in der Handwerkskammer.

00:22:40: Wir machen regelmäßig bei uns Samstags internen Unterricht eigentlich für unsere Aufzubildenden, das hat sich jetzt so rumgesprochen bei uns in der Region, dass wir jetzt auch Auszubildende von anderen Betrieben da haben.

00:22:57: Wir haben Wochenende, dann zwischendurch?

00:22:58: Nein,

00:22:59: die kommen an Wochenende zu uns.

00:23:00: Das ist alles auf freiwilliger Basis.

00:23:01: Krass!

00:23:02: Wir waren jetzt letzten Samstag, waren wir fünfzehn Leute, darunter waren vier Auszubilgende von uns und der Rest war von anderen.

00:23:12: Ich sponse da jetzt mittlerweile das Material für alle.

00:23:17: Also wir haben da ja schon ein Materialkosten an so einem Wochenende oder an so einen Samstag, aber... ...fünfundzwanzig, dreißig Euro sind da normal und wenn man es jetzt mal hochrechnet mit fünfzehn Leuten, dann sind die auch mittlerweile Kosten, die für mich da entstehen.

00:23:30: Und dann habe ich gesagt hey wie können nicht die jungen Menschen das bezahlen lassen?

00:23:36: Das Ausbildungsgehalt ist eh schon knapp!

00:23:38: ... muss, wenn die noch bezahlt werden.

00:23:41: Ich meine wir sind ja überhaupt froh... ... wenn die Leute in ihrer Freizeit... Ja absolut!

00:23:45: Also ich will was lernen und wenn ich die jetzt noch bestrafe und ziehe den... ... oder lasse die Euro bezahlen dann weiß ich was passiert?

00:23:53: Dann kommt nämlich keiner mehr.

00:23:55: Und das wäre sehr schade.

00:23:58: Und da jetzt anfangen, das den anderen Betrieben quer zu verrechnen.

00:24:00: Das ist

00:24:02: ja auch wieder eine geniale Idee weil klar es kostet dich erst mal Geld aber es bringt ja deine eigenen Erzugis extrem weiter voran dass sie danach also viel schneller und besser werden und dann auch ne voll ... Also ne vollkräftige Arbeitskraft in deinem Betrieb sind und die anderen Leute von den anderen betrieben finden's vielleicht so geil und denken ey guck mal wieviel... also wieviele Wertschätzung wir hier bekommen.

00:24:24: Die wollen wirklich, dass wir hier vorankommen.

00:24:26: Das alles umsonst?

00:24:27: Dass sie sich vielleicht danach nach ihrer Ausbildung für deinen Betrieb entscheiden und das

00:24:32: ist durchaus

00:24:33: auch gerechnet.

00:24:34: Ist es ja viel günstiger als...

00:24:36: Ja, das durchaus möglich aber das ist gar nicht unser Ziel oder mein Ziel.

00:24:39: Mein Ziel ist es maximal viele Anlagemechaniker zu produzieren oder in den Markt zu bekommen, die Herausforderungen, die wir haben in den kommenden Jahren, damit wir die schaffen.

00:24:51: Klar, ich freue mich auch über jeden auszubildenden der Zug uns kommt.

00:24:55: Und da muss ich auch sagen das ist ein Punkt, der mich dann auch so ein bisschen betrübt.

00:25:00: Also ich hatte bei den etlichen Azubi Bewerbungen bestimmt... Ich will nicht lügen aber lass es fünfzehn sein die im zweiten Layer schon waren und sich von anderen Betrieben weg beworben haben weil sie sich Du hast gerade gesagt, weil sie sich gering wertgeschätzt gefühlt haben oder teilweise auch das Thema was wir auch schon eben hatten mit Deutschkenntnissen.

00:25:23: Weil sie eben teilweise auch rassistisch angefeindet worden sind in ihren Betrieben.

00:25:27: und da muss ich schon sagen... Das tut unserer Branche nicht gut und das tut eigentlich keiner Branche gut und es tut auch dem Thema Ausbildung nicht gut.

00:25:38: Und ich glaube, da sollte man schon aufpassen, auch als Betrieb.

00:25:44: Dass man da den Bogen nicht überspannt und dass man Auszubildenden so sieht wie sie sind als junge Menschen die was lernen müssen und keine günstigen Arbeitskräfte.

00:25:57: Und deswegen da wirklich meine Bitte kümmert euch um die jungen Leute und kommt eurer Unternehmerpflicht nach für Sorgepflichten.

00:26:12: Mhm, ja ... Okay, da war eine Frage, die mich persönlich interessierte, sind das alles so Ideen, die aus deinem eigenen Kopf entspringen?

00:26:20: Weil du denkst okay, dass würde so Sinn machen?

00:26:23: oder ist es schon so, dass dich auch explizit für so Sachen irgendwie Azubi-Führung, whatever, dass du dich da wirklich weiterbildest und dann so Sachen hörst und dann mitnimmst?

00:26:33: Ja also ich hab ja in meiner ... in meiner vergangenen Führungslaufbahn schon etliche Themen gehabt, wie diese jetzt auch zwar im anderen Umfeld.

00:26:45: Aber die Probleme waren eigentlich immer die gleichen.

00:26:47: oder was heißt Probleme?

00:26:48: Lassen Sie lieber Themen nennen.

00:26:50: also die Themen waren eigentlich die gleichen.

00:26:51: Du hast immer das Thema Konflikt zwischen jung und alt der ja ganz natürlich ist.

00:27:02: Je älter du wirst, umso mehr Erfahrung hast du gesammelt.

00:27:05: Um so schwieriger fällt es dir dann auch.

00:27:06: sich auf andere Sachen einzulassen ist ganz normal.

00:27:10: Kann man aber gegensteuern wenn man gemeinsames Verständnis schafft?

00:27:16: Dann das Thema Anfeindungen oder Sprachbarrieren muss ich sagen Das kannte ich bis jetzt so noch nicht.

00:27:26: liegt vielleicht auch daran dass ich vorher eher im kaufmännischen Umfeld unterwegs war Und da einfach die Bewerber oder die Auszubildenden schon generell eine andere Schullaufbahn hatten, oder eine andere Ausbildung vorher hatten.

00:27:40: Oder auch ein anderes Level vorhatten.

00:27:45: Was für mich aber kein Hinterungsgrund ist.

00:27:48: und dann das Thema... Umgangsformen und der raue Ton, der war für mich auch neu.

00:27:57: Den kannte ich zwar schon aus der Logistik.

00:27:58: Ich war ja lange Zeit in der Logastik sehr intensiv unterwegs.

00:28:02: Daher kannte sich das schon, dass der Ton auch mal ein anderer ist.

00:28:08: Aber dass es dann teilweise auch so wild geworden ist, ist mir jetzt erst im Handwerk begegnet.

00:28:18: Da habe ich dann das, was ich in den letzten Jahren an Erfahrungen gesammelt hab.

00:28:21: Habe ich mit reingenommen und habe mich mit dem Nikolaus Haarik zusammengesetzt.

00:28:28: So heißt er unser Unternehmensentwickler.

00:28:31: Ich habe mich damit zusammengesetzt und gesagt, jetzt haben wir die Handlungsfeldern oder die Themen.

00:28:36: Wie gehen wir die an?

00:28:37: Wie können wir sie lösen, dass wir im Gesamtkontext auch ein Runderausbildungsbetrieb werden?

00:28:47: Also wir haben wirklich etliche Runden gedreht, ich meine.

00:28:49: Wir hatten vier oder fünf Workshops gemacht alleine mit den Auszubildenden jeweils einen Tag und... Ich sage mal das hört sich ja dann auch immer wenig an.

00:28:58: Das habe ich in Auszubilien auch damals gesagt.

00:29:01: So ein Tag.

00:29:03: Ein Tag, an dem ich nicht arbeiten kann.

00:29:06: An den Tagen wo mein technischer Leiter nicht arbeiten konnte, der immer dabei ist.

00:29:09: An die Tage wo meine Serviceleitung nicht arbeiten könnte, die mit dabei ist plus den Trainer, den wir bezahlen plus Verpflegung plus dies und das Das sind dann schon recht teure Tage.

00:29:21: Und nachdem die Auszubildenden auch mal verstanden hatten, was das heißt gefördert und gefordert zu werden haben wir da auch schon einen anderen Spirit reinbekommen und wir haben auch tatsächlich Regeln erarbeitet, die auch unten aushängen, dass die auszubildende das auch immer sehen auf was sie sich committed haben.

00:29:40: Das sind die Regeln, die sie sich selber erarbeitet haben.

00:29:44: Mega!

00:29:44: Das schafft dann halt auch eine andere Verbindlichkeit und daran halten wir uns heute.

00:29:49: danach arbeiten wir heute Und ich muss sagen Wir haben das jetzt wirklich sehr gut durchdrucken Auch in die Mannschaft rein Klar.

00:30:00: leider Wir mussten uns auch von einem auszubildenden trennen.

00:30:05: Der hatte das dann nicht verstanden, aber da muss man dann auch Konsequenz sein weil wenn du da dann nicht konsequent bist... Dann

00:30:11: überträgt sich das auf alle anderen und

00:30:13: dann ist der Effekt verpufft.

00:30:16: Aber auch da muss ich sagen die Konseqenster hat eigentlich den Effekt gehabt dass alle anderen gemerkt haben okay wenn man so gar nicht mitmacht es funktioniert auch nicht.

00:30:26: also schaue ich ... mir Mühe gebe.

00:30:32: Und auch bei den Gesellen haben wir es wirklich geschafft, dass da jetzt ein anderes Verständnis herrscht.

00:30:42: Es gibt keine oder wenige Probleme noch und es gibt eigentlich kaum noch Auszubildende die zu mir kommen... ...und sich beschweren oder anmerken das sie nur am Kern sind oder wie auch immer.

00:30:52: Das haben wir wirklich denke ich sehr gut hinbekommen.

00:30:56: ... und an das Thema Ausbildung, würde ich jetzt sagen.

00:30:59: Und Entwicklungen die neuen Menschen oder in jungen Menschen... ... würd' ich sagen Haken dran.

00:31:05: Da sind wir gut aufgestellt.

00:31:07: Und da kann ich auch jedem Betrieb nur einen Tipp geben her.

00:31:13: Investiert in junge Leute und es ist nie umsonst.

00:31:17: Mega!

00:31:18: Geil!

00:31:18: Also dann können wir eigentlich zu dem Thema wirklich ein Haken daran machen?

00:31:21: Ja.

00:31:21: Weil ich finde, da konnte man ja schon extrem viel mitnehmen.

00:31:25: Ich glaube dass das Thema habt ihr schon fast durchgespielt.

00:31:28: Das hört sich sehr gut an, wie es bei den normalen Mitarbeitern nicht bei den Azubis ... Oder hast du dann auch ähnliche Konzepte?

00:31:37: Was hast du dir da überlegt?

00:31:39: In den letzten zehn Monaten hat sich da viel entwickelt und wir haben's immer wieder mitbekommen.

00:31:44: Wir stehen ja im engen Kontakt.

00:31:47: Viele Leute kamen, viele Leute gingen.

00:31:50: Das glaub ich auch mal ganz interessant.

00:31:54: Als Eingangs gesagt, die Veränderungsbereitschaft ist schon schwierig.

00:31:59: Ich denke das hat auch viele Hintergründe.

00:32:02: Viele davon sind für mich sehr nachvollziehbar.

00:32:09: Wenn du so einen Betrieb transformierst, war jetzt nicht nur bezogen auf die Schmithaus-Technik, lass uns andere Betriebe nehmen.

00:32:20: Jeder Betrieb kommt irgendwann in die Transformation und du hast eine lange Zeit gehabt, wo vielleicht der Inhaber oder der Geschäftsführer oder wer auch immer ne lange Zeit den Betrieb geführt hat.

00:32:30: Teilweise dreißigvierzig Jahre.

00:32:32: Wir haben da doch sehr, sehr lange Wertegänge drin.

00:32:35: Meistens ja so der Senior dann kommt er Junior.

00:32:37: Genau.

00:32:38: Ganz klassisch.

00:32:39: Dann beginnt irgendwann so die Transformationen.

00:32:42: Junge Leute haben andere ... andere Leute, junge Leute haben andere Gedanken zur Digitalisierung.

00:32:50: Die ich ja auch hatte.

00:32:51: in den letzten Jahren haben wir viel getan und ich glaube ein Großteil der der mangelnden Veränderungsbereitschaft oder der fehlenden Veränderung Veränderungen Bereitschaft kommt daraus dass die Transformationsprozess nicht richtig erklärt wird oder der veränderungs Prozess nicht wirklich erklärt werden.

00:33:13: wenn du was verändert musst du schon eine empfängergerechte Kommunikation hinbekommen und das habe ich im Handwerk jetzt noch mehr gespürt.

00:33:25: Das hatte ich vorher schon auf die Erfahrung gemacht, aber jetzt im Handwerker habe ich das noch mehr spürt dass es ganz ganz wichtig ist, dass so die Ansprache so wählt, dass jeder dich versteht.

00:33:37: Die Veränderung scheitert in der Regel nicht daran, dass die Leute per se nicht wollen sondern Das einfach das Verständnis fehlt dafür.

00:33:49: Warum ist es jetzt nötig, dass wir das tun?

00:33:52: Warum schaffen wir die Stundenlohnzettel ab und warum arbeiten wir alle mit Tablet?

00:34:00: Warum muss ich meine Anfahrt buchen mit einem GPS-Zeitstempel?

00:34:10: Werde ich jetzt permanent getrackt?

00:34:13: Und das sind die Fragen, die musst du beantworten.

00:34:15: und wenn du es geschafft hast.

00:34:17: Dass diese Veränderung auch als positiv wahrgenommen wird in denen du sie so erklärt hast dass sie auch jeder versteht Dann hast du's geschafft dass die Leute dir auch folgen Auch wenns kritisch wird.

00:34:30: klar Hast du oft fragen Die dich zum schmunzeln bringen.

00:34:36: Ein Beispiel Ich hatte mal kurz darüber nachgedacht, eine Vier-Tagewoche einzuführen und habe dann in die Runde gefragt, was haltet ihr davon?

00:34:46: Eine Antwort zum Beispiel war Christian hast du dir immer Gedanken drüber gemacht.

00:34:51: Was mich das kostet wenn ich einen Tag mehr die Woche zu Hause bin.

00:34:56: Da war ich echt kurz lost und hab gesagt, das musst du mir jetzt mal erklären.

00:35:02: Ich bin einen Tag mehr zu Hause, muss heizen, muss hier auf Toilette gehen, muss essen kochen... Das sind ja auch schon Kosten die dann auf mich zukommen als will eigentlich lieber fünf Tage die Woche arbeiten.

00:35:19: Deswegen frage ich ja, ob es für euch passt.

00:35:21: Also wir haben keine vier Tage Woche.

00:35:22: nicht über euch nicht wollte sondern eigentlich aus allen anderen Betrieben kenne ich das eigentlich dass die Mannschaft des Übels gefeiert hat bei uns weniger.

00:35:34: Wie gesagt da hing mein Herz nicht dran und ich wollte nur der Mannschaft was Gutes tun aber...

00:35:39: Aber es ist ja auch wieder ein cooles Learning, dass man... Auch alles was man zum Beispiel irgendwo hört von anderen Präden oder jetzt auch hier.

00:35:45: Dass das immer eine individuelle Entscheidung auf die eigene Führungsebene und auf dem Team ist.

00:35:51: Also dass man die Leute wie du gerade gesagt hast immer mitnehmen muss und schaut okay warum wollen wir das machen?

00:35:57: Wie könnte das aussehen und nicht einfach nur von oben irgendwas her entscheiden?

00:36:00: weil man jetzt gesagt hat der Christian macht's ja auch so jetzt machen wir das auch aber bei einem selben Betrieb kanns vielleicht überhaupt gar nicht funktionieren.

00:36:08: Ja,

00:36:08: ich bin ja unwahrscheinlich viel unterwegs und unterhalten mich viel auch mit anderen Betrieben.

00:36:16: Mein Nachbar zum Beispiel hat auch einen großen Betrieb viele Grüße an Klaus her hat auch ein sehr sehr großen Betrieb und wir tauschen uns wahrscheinlich viel aus.

00:36:26: aber auch Wir haben schon ganz oft festgestellt das was bei ihm funktioniert heißt noch lange nicht dass es bei mir funktioniert.

00:36:32: Und deswegen ist es ganz lustig bei mir in der Straße, wir sind fünf Heizungsbauer.

00:36:37: Wir treffen uns dann immer mal so beim Straßenkehren und tauschen uns da immer ein bisschen aus.

00:36:42: Wie läuft's bei dir?

00:36:43: Was machst du so?

00:36:45: Da gibt es ganz viele Sachen die funktionieren bei mir nie und andersrum auch nicht.

00:36:50: Aber auch da muss ich sagen wenn man nicht zumindest mal drüber spricht oder drüber nachdenkt, ist das immer eine vertane Chance.

00:36:59: Und im letzten Jahr haben wir ganz viele Sachen probiert, die wir dann auch fortgeführt haben.

00:37:04: Aber es gibt auch Sachen... Da haben wir gesagt okay hey das bringt einfach nix.

00:37:08: Was war das zum Beispiel?

00:37:09: Was ihr mal ausprobiert habt und wieder gelassen habt?

00:37:11: Wir hatten angefangen Material vorzukommissionieren für Baustellen im Lager und haben quasi die Kisten vorkommissioniert schon hingestellt für die Monteure.

00:37:24: Das funktioniert ganz gut, wenn du große Baustellen hast aber wenn du jetzt zum Beispiel eine Barsanierung machst oder sonst irgendwas dann hast du so viele Themen die unterwegs passieren können.

00:37:35: Die Wand wird aufgemacht und die Rohre sind auf einmal ganz anders als vorher Und dann ist alles das was wir dir vorhin gedacht hast eigentlich schon wieder hinfällig.

00:37:41: Dann kam mehr Material zurück als wir herausgegeben haben und es haben wir jetzt wieder gelassen.

00:37:45: und die Monteüre stellen uns jetzt morgens weiterhin ihr Material wieder selber zusammen.

00:37:50: und dann muss man einfach sagen, hey hat nicht funktioniert.

00:37:53: Und da muss man auch dann halt einfach sagen okay war ein guter Versuch, hat nicht geklappt.

00:38:03: Aber ich gebe immer nicht auf, wir sprechen die Themen immer erst mal durch in der Mannschaft.

00:38:10: Klar gibt es auch mal unpopuläre Entscheidungen, die treffe ich alleine aber in der Regel ist es so dass Alles mit der Mannschaft besprechen und wir die Themen gemeinsam angehen.

00:38:20: Welche Entscheidung, die du mal getroffen hast hat so für den größten Wirbel gesorgt?

00:38:27: Das war tatsächlich die Einführung des digitalen Monteurs.

00:38:33: das war eine Sache, die viele, viele Runden gekostet hat.

00:38:38: Das war auch die erste richtig große Veränderungen, die ich gemacht habe.

00:38:43: Da hab' ich doch... sehr viel Zeit gebraucht für allen zu erklären warum und weshalb.

00:38:50: Heute ist es so, dass die Mitarbeiter sich über ihre Kollegen beschweren wenn sie... Die Serviceberichte im Ersttermin nicht richtig ausgefüllt haben und der Kollege steht dann im Vorgeltermin da und weiß nicht um was es geht hat keine Bilder und nichts.

00:39:05: ... in Zeiten zu Stundenlohnzetteln, weil es ja undenkbar war, dass du gewusst hast was der Vordee gemacht hat.

00:39:13: Heute ist das so easy.

00:39:14: Du machst dann Tablet auf, siehst Bilder von vorher... Wir haben den Prozess komplett mit einer KI hinterlegt.

00:39:22: Die Monteure sprechen nur rein ins Tablet, ich habe heute hier bei Business Backstage die Toilette ausgetauscht.

00:39:31: Da die Triggerplatte noch gefehlt hat und ein Bild dazu der Kollege, der als nächstes kommt.

00:39:34: bei uns ist schon alles gemacht.

00:39:35: Ich muss nur die Trickerplatte aufhängen und das funktioniert heute super gut.

00:39:45: Also ich glaube, wir haben es im März eingeführt.

00:39:48: Bis wir so richtig damit gearbeitet haben war es dann Mai.

00:39:51: Solange haben wir tatsächlich gebraucht um alle dafür zu begeistern und um alle mitzunehmen.

00:39:57: Aber heute wie gesagt ist das für alle undenkbar noch... Das wäre für alle undenkbar jetzt wieder umzustellen auf Zettel.

00:40:08: Und da muss ich auch sagen wenn du Wenn du heute neue Monteure reinholen willst und sagst dir, dass du noch mit Stundenzettel arbeitest oder... ...dass du überhaupt keine digitalen Möglichkeiten hast dann kommt doch keiner mehr zu dir.

00:40:26: Auch die Monteur

00:40:27: ist

00:40:28: standard.

00:40:29: Und vor allen Dingen halt auch weil die Zeit herpasst und hundert Prozent transparent und hundert Prozent korrekt ist.

00:40:35: Ist halt für viele ein riesengroßer Mehrwert.

00:40:39: Das hat damals für große Aufregung gesorgt.

00:40:44: und der zweite große Aufreger war tatsächlich auch da, bin ich eines Besseren belehrt worden als wir Hilti eingeführt haben als Flotte.

00:40:56: Also hielt die Werkzeug als Flotte für die ganze Firma habe ich eigentlich gedacht alle freuen sich, dass hier ein neues Werkzeug bekommt.

00:41:04: Aber es gab tatsächlich auch einige Leute die hatten eine recht große Frustration weil sie tatsächlich immer mit ihrem eigenen Werkzeug gearbeitet hatten und jetzt auf einmal gesagt bekommen hatten hey alles das muss ich jetzt mal raus aus deinem Auto.

00:41:19: Das

00:41:19: waren deren privaten Sachen?

00:41:20: Privatwerkzeug!

00:41:23: Die Flex-Flex am besten und der Hammerboard am besten.

00:41:27: Und das war tatsächlich Auch so wo ich dann teilweise doch im Hof gestanden habe und hab mir die Frage gestellt, ey ... wird das jetzt wirklich so wahrgenommen dass du hier eben was Gutes tust.

00:41:40: Und mittlerweile ist es tatsächlich so, dass wir auch da gut aufgestellt sind und das von allen sehr gewärtschätzt wird.

00:41:47: Aber was ... Was bringt's dir?

00:41:49: Also wärst'n für dich nicht kostengünstiger wenn die mit ihren privaten Sachen arbeiten?

00:41:54: Ja solange bist halt ein Arbeitsunfall gibt ne?

00:41:56: Achso!

00:41:56: Ja genau... Ich meine, ein Privatwerkzeug kann ich nicht prüfen lassen.

00:42:00: Und ich muss ja meinen Werkzeug einmal im Jahr elektronische Sicherheitsprüfung zum Beispiel machen lassen.

00:42:06: und

00:42:09: gut, ich gehe jetzt mal davon aus dass keiner schafft sich ins Bein zu bohren.

00:42:12: aber wenn du weiß ich nicht weil das Stromkabel nicht mehr oder du holst hier einen Schlag, ne?

00:42:18: Weil das Strom Kabel abisoliert ist und kommst ans offene Kabel und holst dir einen Stromschlag.

00:42:23: Das ist dann nicht mehr so lustig.

00:42:25: Das war ja auch der Grund, warum ich umgestellt habe auf Flottenmanagement mit alles Akku-Plattformen und eben auch mit Werkzeug das selber merkt wenn es kaputt ist.

00:42:38: Und sich dann eben auch meldet und wir dann zügigen Austausch bekommen weil stehende Baustellen sind nie gut.

00:42:44: Aber das war auch so ein Moment für mich wo ich gedacht hab hey... Ich weiß gerade nicht ob's jeder als Segen empfindet oder hier auch als Strafe wahrgenommen wird.

00:42:54: Ja von außen denkt man ja immer, hey Hilti Werkzeug was besseres gibt es dir wahrscheinlich gar nicht und da ist er schon extrem hochwertig und teuer.

00:43:02: Und krass wird dann aber auch nicht von jedem super...

00:43:07: Nein das war ja.

00:43:10: da war ich dann auch kurz so

00:43:12: am Zweifeln.

00:43:13: Ja krass.

00:43:16: Und was war so?

00:43:19: du hast jetzt schon viel in Richtung Digitalisierung erzählt?

00:43:22: Was habt ihr da noch so gemacht in den letzten Monaten?

00:43:27: Wir haben sehr viel Zeit reingesteckt und ist nach wie vor das Thema Recruiting auch mit euch zusammen.

00:43:36: Das ist ein Punkt, den lassen wir eigentlich nie ruhen.

00:43:38: Wir sind permanent dabei neue Leute zu suchen und haben jetzt ja auch mal angefangen mit euch jetzt auch mal andere Stellen zu suchen also eben nicht nur die klassischen Servicetechniker oder oder Ober-Monteure für die Baustelle.

00:43:55: Also nicht nur im Außendienst, sondern wir haben jetzt mal angefangen mit euch in den Dienst zu suchen.

00:44:00: Für die Buchhaltung und für den Service-Innendienst.

00:44:04: Jetzt suchen wir noch einen Kalkulator und ein Einkäufer über euch weil ich schon gemerkt habe dass wir eine ganz andere Masse an Menschen erreichen und auch eine andere Qualität an Menschen erreichen als wenn wir nur den klassischen Weg über Headhunter gehen ... über Stellenausschreibungen auf unserer Homepage.

00:44:23: Ich glaube, das sowieso wird heute nicht mehr gefunden oder gesehen... und auch das Thema hier auf dem Bus am Monteur gesucht.

00:44:33: Ich weiß gar nicht ob es heute noch die Wirkung hat, die man sich erhofft.

00:44:39: Zum Beispiel wir haben QR-Codes auf allen unseren Bussen drauf, wo man nur die Kamera

00:44:45: drauf halten muss.

00:44:46: Du siehst ja wie oft ihr gesteckt

00:44:47: werden?

00:44:48: Die Wahrnehmung oder die Attention da drauf ist eigentlich kaum vorhanden.

00:44:53: Ja,

00:44:53: interessant!

00:44:54: Da muss ich sagen das Thema Recruiting, da bleiben wir nach wie vor am Ball.

00:45:00: dann... ...das Thema Prozessverbesserungen haben wir sehr viel getan und arbeiten jetzt in Richtung... ...erstaunen sich diese Angebote.

00:45:09: was noch mal ein großes Thema wird für den Rest von Jahren ist das Thema Vertrieb weil wir schon merken, dass die Ansprache an den Endkunden auch eine andere werden muss.

00:45:22: Da kann ich dann vielleicht beim dritten Mal wenn ich bei euch bin im nächsten Jahr kann ich denn vielleicht ein bisschen mehr erzählen wie das Thema Vertrieb vorangeschritten ist.

00:45:30: Auch da werden wir digital und aber halt auch vor Ort investieren.

00:45:43: Montöre auch so eine Art Vertriebler.

00:45:45: Weil das hatte ich mal woanders gehört, dass ja eigentlich so am einfachsten der Abseil gemacht werden kann, weil der Montör ist ja eh vor Ort, dem wird auch vertraut.

00:45:53: und wenn der sagt hey hier, guck mal, das würde ich mir auch mal anschauen lassen dann macht man das auch in der Regel.

00:45:59: nutzt ihr das oder macht dir Empfehlungsmarketing.

00:46:01: wie läuft es ab?

00:46:05: Wir haben ein sehr großes Spektrum an Wartungsverträgen Und das ist eigentlich auch das, was uns ein Haufen Anliets beschert.

00:46:16: Dadurch dass wir selber immer beim Kunden vor Ort sind und dann Folgeaktivitäten generieren.

00:46:22: Was wir jetzt einführen werden, ist, dass wir die Servicemonteure eben noch zusätzlich Gehaltskomponenten mit einführen wo sie eben ihr Gehalt mit verbessern können.

00:46:37: Genau, eine Art Provision.

00:46:39: Es geht jetzt auch nicht darum... Also was ich tunlich vermeiden will ist dass wir in irgendeiner Form als drückere Kolonne oder als Schneeballsystem oder sonst irgendwas wahrgenommen werden.

00:46:50: es geht wirklich darum das wir den Kunden da wo er Einsparpotenzial hat ihn eben gezielt darauf hinweisen und das auch alles mit belastbaren Zahlen.

00:47:01: Genau, weil da muss man wahrscheinlich auch aufpassen.

00:47:03: Dass die Techniker sich nicht irgendwas ... Also hört es jetzt, wirst du ihn irgendwie genau erfinden oder sagen hey komm mal, weil sie wissen genau damit verdienen so gute Provisionen?

00:47:12: Ja deswegen das was ich tunlichst vermeiden will.

00:47:15: aber wir haben in den deutschen Heizungskällern haben wir immer noch zum Beispiel sehr viele ungeregelte Heizungspumpen und durch den Tausch einer ungeregeltem Heizunspunkten eine elektronisch geregelte Pumpe sparsst du im Jahr hunderthundertfünfzig Euro Strom.

00:47:30: Das heißt, du hast die Investition in die neue Pumpe, hast du nach zwei drei Jahren wieder raus und dann sage ich es ist ein echter Mehrwert für den Kunden.

00:47:36: Und er hat eben auch was für die Umwelt getan und eben auch für seinen Geld beutelt.

00:47:45: Dann wird es aber auch schon schwierig Sachen zu verkaufen, die dem Kunden auch einen wirklichen Mehrbett bieten.

00:47:51: Klar ist immer eine Erdhärtungsanlage einzubauen und ist immer hilfreich.

00:47:56: Aber das ist jetzt auch nichts was ein Servicetechniker vor Ort verkaufen kann.

00:48:00: Was ein servicechniker gut für Ort verkauft Das wollen wir in Zukunft auch anbieten.

00:48:05: Das sind zum Beispiel Nachspeiseeinrichtungen für die Heizungsanlage und das der Kunde eben nicht mehr erst merkt, dass seine Heizung nicht mehr geht weil der Anlagen Druck nicht da ist, weil er selber runter gehen muss im Keller oder den Hahn auftreten sondern weil er automatisch eine Heizunge nachgespeist bekommt.

00:48:23: Es hat keinen Energiespareffekt, es ist ein reiner Komforteffekt und hilft ihm auch wenn er am Urlaub ist dann trotzdem noch die Bude warm hat.

00:48:33: Damit tun wir dem Kunden was Gutes, sondern damit kann man punkten.

00:48:36: Und das sind die Sachen... da möchte ich gerne Akzente setzen und auch den Endkunden zeigen dass wir eben halt auch Kompetenz- und Leistungsstarkefirma sind.

00:48:49: Was ich nicht möchte ist, dass wir Sachen verkaufen, die nicht gebraucht werden oder eben vollkommen unnötig sind.

00:48:56: Da werden wir auch keine Aktivitäten setzen.

00:48:59: Ja, absolut.

00:49:00: Kurzfristig ballert das vielleicht rein aber langfristig macht sich den ganzen Namen kaputt und dann kannst du es auch gleich sein.

00:49:07: Das ist gefährlich.

00:49:10: Wo siehst du aktuell gerade noch so die größten Hebel?

00:49:12: Vor allem für die Zukunft?

00:49:17: Wir haben ein sehr starkes Servicegeschäft mit fünfzehn Kundendiensttechnikern unterwegs im Feld.

00:49:25: ... würde ich sagen, ist schon eine große Masse an Kundendiensttechnikern.

00:49:31: Ist aber auch gut, weil ein Servicegeschäft ist immer ein gutes Geschäft und wir wollen ja auch nah am Endkunden sein... ...und wir wollen auch unser eigenes Geschäft generieren... ...dann ist es gut wenn du eine große Servicetruppe hast... ...eben auch wenn du dann die passende Anzahl an Wartungsverträgen dazu hast,... ...da wird das ne runde Sache.

00:49:47: Was man nicht unterschätzen darf, wie meinst du?

00:49:48: Du hast pro Servicetechniker, brauchst du... ungefähr vierzig bis fünfzig Termine in der Woche, dass er ausgelastet ist.

00:49:59: Das kann man sich einfach hochrechnen.

00:50:02: Der schafft fünf bis sieben Termine am Tag mal fünf.

00:50:05: Dann sind wir irgendwo bei der Zahl zwischen dreißig und vierzig Termin...

00:50:11: Von so kleineren Aufträgen?

00:50:13: Ja

00:50:13: genau für so kleinere Aufträge.

00:50:15: Und eben auch Wartungen.

00:50:17: Wartung schaffte vielleicht sechs Stück am Tag ... kann man sich auch hochrechnen.

00:50:22: mal fünf Tage, ne?

00:50:23: Sind wir bei... ...fünfundzwanzig bis dreißig Wartungen die Woche.

00:50:25: Ja sechs ist schon sehr... ...sehr sportlich, gerade wenn es jetzt nur Ölheizung sind und die alle direkt nebeneinander sind wahrscheinlich.

00:50:31: Schaffter

00:50:32: das ja!

00:50:32: Aber

00:50:33: ja.

00:50:34: Und ähm... Gehen wir mal von... Geben wir mal vom... ...von zwanzig WARTUNG die Woche aus, wenn du jetzt ähm ähm ... ...zehntechniker hast, ähm dann brauchst du zweieinhalbzig Termine die Woche,

00:50:44: ne?!

00:50:45: Und zweihundertfünfzig Terminen zu vereinbaren Woche für Woche ist schon... herausfordernd.

00:50:50: Gut, ich meine wir verplanen immer nur... ...achtzig Prozent der Folgewoche damit wir noch Platz haben für Störungen und für Notfälle.

00:50:56: Dennoch musst du dann immer schon gucken dass du... ...jahr hundert-achtzig Termine... ...für die... ...Folgewoche vereinbarst.

00:51:07: Und da brauchst Du schon Manpower.

00:51:09: jetzt in dem Fall von meinem Betrieb Woman Power weil wir im Service haben wir... ...die Mädels sitzen die dann Termine vereinbaren Und das braucht tatsächlich Zeit.

00:51:21: und du merkst es dann immer, wenn im Innendienst einmal ein zwei Leute fehlen.

00:51:25: Dann ist gleich gar nicht mehr so einfach die Folgewoche Termine zu kriegen.

00:51:32: Das stellt uns dann immer wieder für die Herausforderung dass dann unter Umständen Leute auf dem Hof stehen oder Termine eben mal länger gemacht werden damit man den Tag besser ausgelastet bekommt.

00:51:46: Da bin ich ja dann recht dankbar, dass wir gemeinsam jetzt den Tourpilot entwickelt haben.

00:51:55: Der mit dem Handwerk für euch fürs Handwerk gemacht worden ist.

00:52:00: Wir haben da sehr intensiv zusammengearbeitet dass wir zumindest schon mal das Thema Wartungsverträge jetzt in erster Instanz, in Zukunft eben durch eine KI abtelefonieren lassen und wir dann eben sicher und sicher sein können.

00:52:14: Dass wir eine konstante Auslastung im Service Woche für Woche haben weil die KI eben die Termine vereinbart und nicht nur die Termin vereinfacht sondern diese auch noch Routen optimiert macht geringer Fahrzeiten, Standzeiten und Spritkosten weniger Sternfahrten.

00:52:32: Ich denke meine Kollegen im Handwerk wissen alle wovon ich rede.

00:52:35: Die sparen wir uns da durch alle und haben eben gehen immer optimiert in eine Woche rein.

00:52:44: Das Goldlöckchen kommt dann noch dran wenn wir in Zukunft auch die normalen Serviceinsätze noch mit einspeisen und die werden dann auch noch mit abtelefoniert.

00:52:52: So ein punkt wo ich sage hey, das ist tatsächlich mehr wert für mich als Betrieb.

00:52:58: jetzt noch gar nicht mal auf die Personalkosten runtergebrochen.

00:53:03: Darum geht es mir im ersten Step gar nicht sondern zu wissen dass ich eine konstante Auslastung habe in meiner Serviceorganisation und ich nicht mehr jede Woche Freitag schauen muss ob auch wirklich in der kommenden Woche alle beschäftigt sind Das gibt mir einfach ein gutes Gefühl.

00:53:23: Das trägt auch dazu bei, dass wir eine hohe Auslastung haben und es transportiert natürlich auch ein Stück weit Professionalität in Richtung Kunde hinten.

00:53:35: Jeder Endkunde oder jeder unserer Kunden muss heute beim Arzt anrufen spricht damit der KI, um sich einen Termin zu vereinbaren hier für seinen kaputten Finger.

00:53:48: Da ist das Standard.

00:53:49: im Handwerk ist es noch nicht standard.

00:53:52: oft haben wir auch ja nicht so gutes Feedback zu arbeiten jetzt schon mit der KI die unsere Anrufe entgegen nimmt.

00:54:01: da ist nicht immer nur dass die Leute das ganz toll finden und da gibt's auch negatives Feedback.

00:54:05: Es ist zwar seltener geworden weil die Leute sich einfach damit auseinandersetzen.

00:54:08: aber Dass man sich damit beschäftigen muss, dass man heute eben dann halt auch sein Wartungstermin mit einer KI vereinbart.

00:54:17: Und das hat ja nichts damit zu tun... ...dass wir kein Personal einstellen wollen oder sonst irgendwas.

00:54:25: zum großen Teil finden wir gar nix.

00:54:28: Was Lust hat den ganzen Tag nur zu telefonieren?

00:54:31: Meinem Ende vom Tag ist es ein reiner Telefonnistinnen- oder Telefonjob.

00:54:36: Das ist auch kein schöner und Wir brauchen eben die hohe Auslastung, deswegen gemeinsam mit euch den Tourpilot entwickelt.

00:54:48: Vom Handwerk fürs Handwerk.

00:54:50: wir gehen oder wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen die wir jetzt erarbeitet haben.

00:54:57: klar am Anfang muss man immer ein bisschen Zeit reinstecken.

00:55:01: das musst du immer wenn du Wenn du so ein System hoch fährst Etliche Runden zur Datenbereinigung und etliche Runde zu...

00:55:11: Ich wirklich hatte Albträume von deiner Scheiß-Excelterwelle.

00:55:14: Muss ich dir echt mal sagen?

00:55:17: Ja, ja gut.

00:55:18: Wir haben wie gesagt, wir haben etliche runden reingesteckt um eine Datenbasis zu schaffen die die KI auch verarbeiten kann.

00:55:28: aber auch da kann ich sagen Da ist man als Unternehmer oder auch als Inhaber oder Geschäftsführer, was ist man schon verpflichtet sich auseinanderzusetzen mit seiner Datenqualität.

00:55:41: Und da haben wir eben festgestellt dass dieses Thema Shit in, Shit out da wirklich gelebte Praxis war.

00:55:48: ne?

00:55:50: Einer hat angefangen mittendrin ein Feld nicht weiter zu pflegen warum auch immer und... Dieses Feld wurde dann aber den Rest Tabela auch nicht mehr gefüllt, weil irgendeiner mal angefangen hat es einfach nicht mehr zu bearbeiten.

00:56:00: Obwohl's schon ein sinnhaftes Feld war und jetzt mussten wir halt alle Daten danach tragen.

00:56:06: also auch da.

00:56:08: Datenqualität ist auch ein Thema, wo sich das Unternehmen mit beschäftigen muss.

00:56:11: Vor allem

00:56:11: in Zukunft wird es immer wichtiger, weil gerade wenn du schon ... Also bevor man überhaupt an KI denkt kommt ja erst mal Digitalisierung und bevor ich das machen kann, ist eigentlich die Datengrundlage das Allerwichtigste.

00:56:23: Weil sonst kannst du auch nichts mit Algorithmen oder KI machen, weil solche Programme, die brauchen immer ganz klar strukturierte Daten.

00:56:33: Und das ist halt nicht wie Mensch der dann sagen kann Der sich zurückerinnern kann, bei dem Kunden war's ja so und so.

00:56:39: Oder der dann plötzlich komische Abkürzung oder ganz genau weiß ...

00:56:44: Z.B.,

00:56:44: die Katrin macht das schon zwanzig Jahre.

00:56:46: Die hat keine Ahnung was sie für einen großen Gehirn hat?

00:56:50: Gibt ihr alle Straßen im Kopf?

00:56:53: Jede Straße im Kopf alles automatisch an.

00:56:55: Okay, das Haus hat eine Ölhaltung, das ist ein Gas.

00:56:58: Und ich dachte okay, alter woher weißt du das?

00:57:01: Crazy!

00:57:01: Aber das kann halt ... Sie weiß das alles im Kopf weil sie das ... das Gefühl ihr Leben lang macht, aber eine KI oder irgendwelche Algorithmen die sind halt in der Regel dumm.

00:57:12: Die wissen das nicht den musst du das ganz genau sagen und es ist halt.

00:57:15: ich glaube egal in welche Richtung man automatisieren möchte.

00:57:19: also eine Datengrundlage ist und wird glaub ich wirklich immer immer wichtiger.

00:57:24: Du hast ja eben schön beschrieben vor der Digitalisierung kommt erstmal die Datenqualität und Digitalisierung ist ja ein Basswirt.

00:57:34: Gut, ich kann auch morgens aufstehen und sagen... Ich digitalisiere jetzt mal meinen Betrieb.

00:57:42: Was machst du denn?

00:57:43: Ja, ich kaufe Computer für alle.

00:57:45: Super!

00:57:46: Also digitalisiert.

00:57:47: Und da muss man sich eigentlich beschäftigen mit wo will ich hin?

00:57:53: welches Tool macht überhaupt Sinn für mein Betrieb?

00:57:59: einige Tools im Einsatz, wo ich sagen muss für kleinere Betrieb machen die überhaupt keinen Sinn oder für einen Betrieb der kein Servicegeschäft hat.

00:58:09: Torpilot auch gar keinen Sinn machen, wenn du einen Betrieb hast.

00:58:12: Der nur neue Anlagen einbaut und kein Wartungsgeschäft danach hat.

00:58:17: Was soll der mit unserem Tierpilot?

00:58:20: Die Anlagen sind so individuell.

00:58:24: Wir müssen einfach endisch verplanen

00:58:25: werden.

00:58:26: Du hast keine standardisierten Aufgaben in dem Bereich.

00:58:29: Deswegen, man muss sich immer beschäftigen damit.

00:58:32: Was brauche ich in meinem Betrieb?

00:58:33: Welchen Mehrwert schafft mir dieses digitale Tool?

00:58:37: Welche Kosten stehen dahinter und habe ich in irgendeiner Form auch die Möglichkeit, die Kosten wieder reinzukriegen?

00:58:44: ist überhaupt meine Kundengruppe geeignet dafür da dran zu gehen.

00:58:50: Du kennst die Herausforderungen werden ja Etliche Verträge auch mit Industrie- und Großbrennerwartungen.

00:58:58: Da macht das halt wenig Sinn, die die NKI reinzuspreisen weil dieses Geschäft so individuell ist.

00:59:03: eine Termine hier.

00:59:03: mit Facility Management müssen Termine abgestimmt werden dann müssen Ausfallzeiten berücksichtigt werden.

00:59:12: wird auch ein Tour Pilot keinen Sinn machen da Termine zu vereinbaren?

00:59:17: deswegen Schauen, wie ist mein Betrieb aufgestellt?

00:59:22: und haben wir auch schon viel gemeinsam miteinander gemacht.

00:59:28: Wie geht ihr damit an den Markt mit dem Tourpilot?

00:59:30: Wer ist überhaupt eure Zielgruppe?

00:59:31: Die Zielgruppen sind Betriebe mit einem guten Servicegeschäft, mit einem hohen standardisierten Geschäft.

00:59:38: dahinter also sprich Wartungsverträge... Oder auch Serviceverträge, die in Zukunft ja auch mit eingelesen werden können.

00:59:46: Also hohes Service-Geschäft und dann wird das eine runde Sache.

00:59:50: Das ist bei allen digitalen Tools schauen passt zu meinem Betrieb, passt zu meinen Kunden und passt zu einem Geschäft.

00:59:59: Ja absolut!

01:00:00: Ist übrigens das erste Mal ... ... so offiziell über Tourplot überhaupt sprechen.

01:00:05: Also wir sind ja jetzt fast schon, also fast schon Jahr komplett da dran und das ist, hat jetzt wirklich sehr viel Zeit und Geld gekostet.

01:00:13: aber die Resultate sprechen für sich.

01:00:17: Wir sind in der finalen Testphase schon ein bisschen länger.

01:00:22: Jede Woche zwei, drei Calls mittlerweile mit deinem Service indiens und es halt cool dieses ganze Feedback zu bekommen.

01:00:29: keine theoretische Software zu bauen, sondern wirklich etwas ... was aus der Praxis kommt.

01:00:36: Also grad bei den Wartungsverträgen, es gibt ja so viel tausend Sonderfälle und alles muss berücksichtigt werden.

01:00:43: Der eine möchte nur den Techniker, das andere dauert dann so und solange, da ist der und der Brenner verbaut.

01:00:50: dann gibt's ganz viele Sachen, die machen Sinn.

01:00:52: Wenn sie direkt hintereinander geplant werden sollen ... Weil jeder Techniker hat ein anderes Skill-Level und es gibt ja tausende Sachen, wo wir da berücksichtigt haben und sind da jetzt echt sehr froh, dass wir schon so weit sind wie wir jetzt sind.

01:01:06: Und das ist halt auch wirklich funktioniert.

01:01:08: Dass ich nicht erst mal mir raussuchen muss, okay, wer ist denn überhaupt fällig?

01:01:13: Das ist meistens auch ziemlich unübersichtlich.

01:01:16: Dann muss ich gucken, welcher Techniker kann das?

01:01:19: Wem soll ich da hinschicken.

01:01:20: Wo ist die Adresse?

01:01:21: was für ein Heizungsmodell ist verbaut?

01:01:24: Wie lange dauert das?

01:01:25: In welchem Tag macht es Sinn?

01:01:27: dann muss ich noch die Terminfindung machen und jetzt drücke ich halt auf einen einzigen Knopf Und hab halt eine Route für mehrere Wochen geplant.

01:01:35: also auch das Feedback vom Büro Ist ja auch wirklich das ist ne unheimliche Entlastung für die Mitarbeiter ist, weil wie du auch schon gesagt hast das sind ja Aufgaben, die in der Regel jetzt nicht mega viel Spaß machen.

01:01:46: Für den Service-Indienst also bei dir was fünf sechs Mädels mittlerweile sitzen und kriegen den ganzen Tag so viele Anrufe rein.

01:01:53: ich merke es immer wenn wir die Calls mit denen haben und so viele Popup-Benachrichtungen unten dabei sie die ganze Zeit irgendwelche Benachrichtigungen bekommen irgendwelchen E-Mails von irgendwelcher Technikern draußen von Kunden Zeit, da müssen sie noch das komplette Wartungsgeschäft machen.

01:02:09: Also es ist halt einfach extrem zeitaufwendig und dass so eine krasse Entlastung ... Die Mitarbeiter haben jetzt plötzlich viel mehr Zeit für andere Sachen.

01:02:21: Allein das unheimlicher Mehrwert?

01:02:23: Es ist halt... Man muss es halt sagen, ist halt keine wertschöpfende Tätigkeit.

01:02:30: Den ganzen Tag nur zu telefonieren und Termine zu vereinbaren die noch nicht abgerechnet sind.

01:02:36: Für mich ist eine Wertschöpfendetätigkeit wenn wir eine Wartung gemacht haben.

01:02:40: es gibt einen Rückläufer zum Beispiel die Heizung ist ein Totalschaden.

01:02:45: der Kunde braucht dringenden Angebot für den Austausch.

01:02:48: kümmert euch darum dass der kund schnelles Angebot bekommt.

01:02:51: das eine wertschöffende Tättigkeit Ja und die hilft auch dem Kunden, also Wertschöpfen für beide Seiten.

01:02:58: Weil der Kund als Scheller wieder warm und wir können unser Geschäft machen.

01:03:03: Deswegen kümmere dich doch lieber.

01:03:04: bitte darum dass der Kunde schnell sein Angebot bekommt anstatt das du den ganzen Tag da sitzt zum Telefonier ist und Termine vereinbarst.

01:03:13: Und wenn man unwahrscheinlich viel Zeit da reingesteckt wie sowas aussehen kann.

01:03:19: Und ich bin mehr als begeistert von dem Resultat, so wie es da steht.

01:03:25: Auch von dem Look and Feel der Oberfläche.

01:03:28: So muss Software heute sein und sich anfühlen, als wäre ich in einer App.

01:03:34: Als wäre ich irgendwo im Teppel rum am Strand liegen und würde mir angucken, wie mein Betrieb aussieht.

01:03:40: Und so muss das heute sein – und so sieht's aus!

01:03:43: Von daher schon mega geworden... Ich denke jetzt mal, dass wir rechtszügig dann auch live-live gehen.

01:03:52: Jetzt sind wir ja nur im gedämpften Betrieb unterwegs und die Erfahrungen, die wir bis jetzt schon gemacht haben, die sind wirklich outperforming.

01:04:01: Da wollten wir hin und da sind wir jetzt und dann haben wir was Gutes geschafft.

01:04:05: Ja absolut!

01:04:05: Das ist natürlich auch geil weil man einen echten Use Case hat.

01:04:08: Ich weiß gar nicht bist du damals auf die Idee gekommen?

01:04:10: Weißt du das noch ganz genau?

01:04:13: Also wir beide eigentlich zusammen ... Wir hatten ja mal rumgesponnen, was kann man machen?

01:04:21: Du hast gesagt du willst gerne etwas in Richtung KI machen.

01:04:23: und dann haben wir gesagt okay.

01:04:26: Was gibt es denn eigentlich noch nicht?

01:04:28: Und dann haben sie festgestellt... Stimmt

01:04:30: mit der Leitfrage was ist denn aktuell so der größte Hebel wenn man das automatisieren könnte?

01:04:36: Dann sind wir da auf die Idee gekommen.

01:04:38: Ja, das war gerade die Zeit.

01:04:41: Das ist ja fast genau ein Jahr her, ne?

01:04:43: Da hatte ich gerade den Betrieb von... Als ich angefangen hatte letztes Jahr im Januar waren wir sechs Service-Techniker und dann in Mai als wir gesprochen hatten, das erste Mal, mal Juni muss es gewesen sein, da waren wir ja schon zwölf, ne.

01:04:55: Und ich meine, es war natürlich mega geil, dass wir so viele Service Techniker gefunden haben auch mit euch zusammen.

01:05:02: Ich meine, die kam ja alle über euch, ne!

01:05:04: Und er war ja super,

01:05:05: ne?!

01:05:06: So viel Lob in einer Folge.

01:05:08: Nicht gar nicht

01:05:08: gewohnt!

01:05:09: Aber zu der Zeit waren wir halt nur zwei Mädels im Innendienst, ne?

01:05:15: Ja.

01:05:15: Hey, mach mal mit zwei Mädel, machen mal zwölf dreieinzigzig Termine die Woche.

01:05:25: Du bist tot...

01:05:27: Geht gar nicht her.

01:05:28: Nee, geht nicht.

01:05:29: Dann haben wir sukzessive Kolleginnen reingeholt und dann saßen wir jetzt zusammen und haben gesagt hey Christian oder du hast gesagt ich will gerne mal was mit KI machen weil wir das für andere Sachen auch brauchen in der Firma.

01:05:42: Wo hast du den großen Schmerz?

01:05:43: Und dann haben wir das mal schnell aufs... Nicht die Steuererklärung auf dem Bierdeckel sondern den Tour-Pilot aufm Bierdeckel gemacht.

01:05:51: Aber sieht geiler aus als die Steuererkennung.

01:05:54: Ja hoffentlich!

01:05:56: Ja, mega geil.

01:05:59: Ich bin gespannt, was die nächsten Monate da bringen und wie sich das entwickeln wird,

01:06:04: v.a.,

01:06:04: wenn es noch wirklich komplett läuft ... Und dann ausgerollt ist.

01:06:08: Weil bis jetzt jeden, den wir gezeigt haben, viele aus der SRK-Bronge haben gesagt, geil!

01:06:14: Ist ein Mehrwert?

01:06:15: Ja,

01:06:16: ist es tatsächlich.

01:06:17: Eine extreme Effizienzsteigerung.

01:06:20: Eigentlich No-Brainer.

01:06:22: Da sind wir auch unheimlich viel stolz drauf,

01:06:25: ja.

01:06:25: Also ich sag... ... jeder, der mich fragt.

01:06:27: Ich sage immer, KI ist die ans Telefon gehen, die kann jeder.

01:06:32: KI ist sie irgendwo anrufen, die sind dann gar nicht mehr so einfach.

01:06:36: und das ist das was du ihr mit uns gemeinsam geschaffen habt.

01:06:42: Und da kann man auch ein bisschen stolz drauf sein.

01:06:44: Ja, das sind wir auch absolut!

01:06:46: Das bedeutet ja auf jeden Fall viel Veränderung vor allem dann

01:06:50: auch

01:06:51: in den Arbeiten vom Innendienst weil einen Großteil kompletten Planung, die ja wirklich sehr viel Zeit gekostet hat.

01:07:00: Und auch das Telefonieren, was ja auch sehr viel zeit kostet vielen Leuten nachzutelefonieren und so ... Das fällt ja komplett weg oder wird auf ein starkes Level runtergehen.

01:07:12: Mhm.

01:07:13: Das muss man ja auch immer irgendwo kommunizieren.

01:07:16: Also kommunizierend.

01:07:17: Klar jetzt bei der Software-Tour-Pilot ist es schon so dass wir in einem sehr engen Austausch mit deinem Service-Innendienst stehen.

01:07:27: Und das Ganze, nach deren Wünschen so ein bisschen auch optimieren, wo wir ja auch extrem dankbar sind ... so viele Learnings für uns einfach waren in den letzten Wochen, wo man immer denkt okay jetzt kommt ja wirklich nichts mehr hinzu.

01:07:40: Jetzt haben wir an alles gedacht und dann kamen doch noch Sachen hinzu!

01:07:43: Es war wirklich crazy muss man echt sagen.

01:07:45: aber wie kommunizierst du generell so Sachen?

01:07:48: Also wenn mir vielleicht nochmal das Thema der Mitarbeiterführung oder generell das Thema Führungen angehen?

01:07:56: Ja... Wir haben ja im Handwerk oder auch generell in kleinen Unternehmen immer die Herausforderung, dass die Unternehmen in der Führung sehr stark fokussiert sind entweder auf den Inhaber und Geschäftsführer oder eine Person in dem Betrieb.

01:08:16: Das geht immer eine gewisse Zeit lang gut.

01:08:20: Spätestens dann, wenn die Person mal ausscheidet und alles an Führung und alles in Kommunikation ist auf eine Person gebündelt.

01:08:28: Dann fällt man relativ schnell in den Loch rein weil da niemand mehr da ist der die Funktion auf einmal übernimmt.

01:08:37: Es war ein Stück weit auch so bei der Schmitthaus-Technik im vergangenen Jahr.

01:08:43: es war alles sehr stark fokussiert auf einer Person auf dem Geschäftsführer und davor auf den Inhaber.

01:08:50: Das ist ein Punkt, den ich relativ schnell geändert habe und hab wirklich sehr stringent Abteilungsleitungen eingeführt.

01:09:01: Einmal eine Abteilung für den Service, einmal eine Abteilungsleitung fürs Thema Baustelle sprich Projektaußendienst und eben auch für die Buchhaltung.

01:09:13: Dass du

01:09:13: nicht mehr mit jedem kommunizieren musst sondern eigentlich nur noch mit den Hauptansprechpartnern wahrscheinlich?

01:09:18: Das ist das eine, aber eben auch damit die Mitarbeiter wissen okay es gibt nicht nur einen Ansprechpartner in der Firma.

01:09:24: also wäre ja schlimm wenn ich jetzt hier sitzen würde und die ganze Firma würde still stehen.

01:09:28: Nein!

01:09:29: Ich weiß wenn ich hier bin weiß ich meine drei Abteilungsleiter die führen den Laden weiter.

01:09:34: und so ist es mit dem Thema Tour Pilot klar.

01:09:38: es gab da am Anfang auch Ängste und Befindlichkeiten dann werden wir gar nicht mehr gebraucht.

01:09:47: Das war dann natürlich die Aufgabe von der Abteilungsleitungsservice oder von der abteilungsteiligeren Service, die dann da die Ängste nehmen musste und eben halt auch dort kommuniziert hat.

01:09:59: Und eben auch den Mehrwert erklärt hat, dass wir uns in Zukunft mehr darauf fokussieren müssen schneller nach Bearbeitungen zu sein in Reklamationen zu sein etc.

01:10:13: und eben es nicht unser Kerngeschäft sein kann, zu telefonieren

01:10:17: und

01:10:20: dafür... ... braucht man eben eine starke zweite Führungsebene.

01:10:25: Und das ist eigentlich, was ich heute in vielen Betrieben auch erlebe... ... dass es die quasi gar nicht gibt.

01:10:30: Es ist alles sehr, sehr fokussiert auf einzelne Personen.

01:10:34: Also eigentlich sind die meist noch selbstständig und nicht Unternehmer?

01:10:37: Ja, selbstständiger und nicht unternehmer, genau!

01:10:40: Ein Großteil Der Entwicklung der Betriebe bleibt auf der Strecke, weil man gar keine Zeit mehr hat.

01:10:46: Weil man so stark ins Tagesgeschäft eingebunden ist und sich gar nicht darauf konzentrieren kann.

01:10:54: Was kann ich cooles machen?

01:10:55: oder wie kann ich mein Betrieb weiterentwickeln?

01:10:58: Wir müssen uns alle weiter entwickeln wir müssen mit der Zeit gehen.

01:11:03: Das kostet leider auch Zeit.

01:11:05: Und wenn du dich nur abends mal hinsetzt, weiß ich nach zwölf Stunden ein Tagesgeschäft dann mal eine Stunde dich hinsetzen und dir überlegst hey was kann nicht cooles machen?

01:11:13: Ich glaube nicht das das ausreicht.

01:11:16: Da habe ich schon relativ schnell erkannt dass man da eine gute sehr sehr gute zweite Ebene braucht.

01:11:23: Die haben wir uns jetzt wirklich.

01:11:25: im letzten Jahr haben die uns hart erarbeitet und es war Das Verständnis auch bei den Mitarbeitern zu bekommen, dass ich nicht immer der erste Ansprechpartner bin.

01:11:35: Sondern das es klare Regeln gibt und wer bei welchem Thema anzusprechen ist alleine überhaupt mal ein Organikram auszuhängen um das zu verstehen was das bedeutet wenn ich mit meinem Namen unter dem Abteilungsleiter stehe dass das mein Chef ist und meinen Ansprechpatner.

01:11:57: Das hat schon viele Runden auch gebraucht.

01:11:59: Aber da muss ich sagen, das ist...

01:12:01: Also es hängt bei euch so in der Firma?

01:12:02: Ja,

01:12:02: das hängt auch so aus und da muss man sagen, dass es auch essentiell für ein kleines Unternehmen nicht nur für ein großes, dass die Leute wissen wo sie hingehen können mit ihren Sorgenängsten und Nöten.

01:12:17: Und das führt eben halt dazu oder hat auch dazu beigetragen, wenn wir Veränderungen herbeigeführt haben dass wir eben die Kommunikation oder die Ansprache eben auf mehreren Ebenen gemacht haben.

01:12:29: Ich habe immer die große Kommunikations, an die große Runde und dann geht es dann wirklich in die einzelnen Abteilungen rein über die Abteilungsschleitern, die ihre Mitarbeiter...

01:12:40: Aber ganz kurz was heißt denn die große runde?

01:12:41: Dann irgendwie per E-Mail oder...?

01:12:44: In der Betriebsversammlung besprechen wir dann die größere Veränderung an.

01:12:49: Die wird dann ... Ich sag, um was es geht.

01:12:51: Worum wir's machen und sagt dann auch, dass es schon die Möglichkeit für Fragen gibt oder ich meine weiß das selber, wenn da mit sechzig-siebzig Leuten auf so eine Betriebsversammlung sitzt, fragt in der Regel keiner was?

01:13:03: Und wir machen aber, wenn wir größere Themen haben im Nachgang immer... nochmal eine zweite Runde, wo ich dann nicht dabei bin.

01:13:10: Wo die Leute wirklich den Raum haben zusammen mit ihrem Abteilungsleiter über die Veränderungen zu sprechen und das machen wir auch wieder zusammen mit unserem Coach, dass es einfach ein geordneten Rahmen findet, dass die Kommunikation kanalisiert wird, keine Wortspiele gibt es und kein Ping-Pong zwischen einzelnen... Mietest

01:13:31: du dann da für eine Halle auch?

01:13:32: Ja,

01:13:33: genau.

01:13:33: Wir machen das immer außerhalb der Firma, dass auch ein anderer Rahmen geschaffen wird, auch in andere Perspektive.

01:13:38: Und so haben wir es doch hingekriegt, dass wir auch Sachen wo ich eigentlich mit mehr Widerstanden gerechnet hatte, die doch einfacher umgesetzt bekommen haben oder auch die Leute einfacher mit ins Boot bekommen haben.

01:13:54: Das ist eine Sache, das kostet am Anfang wirklich sehr viel Kraft und Zeit.

01:13:59: Auch um Mitarbeiter oder auch Kollegen die jetzt eben Führungskräfte geworden sind.

01:14:06: Einmal hast du ja die Herausforderungen, die Führungskraft kommt aus dem eigenen Unternehmen.

01:14:11: Das wollte

01:14:11: ich auch noch fragen ob du die extern geholt hast?

01:14:13: Die kamen tatsächlich auch bewusst.

01:14:15: habe ich das gemacht.

01:14:16: Das waren alles schon langjährige Mitarbeiter habe ich ganz bewusst gemacht, aber ich hab auch den Kolleginnen und Kollegen die Entscheidung selber überlassen ob sie das machen wollen.

01:14:29: Und da war überall das Commitment.

01:14:33: Das vom Freund zum Chef oder von Kollegen zum Chef war schon mal eine größere Herausforderung.

01:14:41: und eben halt auch mit Ende dreißig anfangvierzig Wettführungskraften wie führe ich überhaupt Mitarbeiter?

01:14:50: Und das hat viele Runden gebraucht und hat viel Zeit in Anspruch genommen.

01:14:56: Wie hast du das dann gemacht?

01:14:58: Auch da mit unserem externen Coach.

01:15:01: Da habe ich mir auch Hilfe mit dazu genommen, die Leute sind ins Coaching gegangen wir haben Führungskräftecoaching gemacht Wir haben Mitarbeiterentwicklungseminare gemacht.

01:15:12: Wir haben gemeinsame Workshops gemacht mit den neuen Abteilungen auch ganz klar definiert.

01:15:19: Was erwartet man voneinander?

01:15:21: Was erwarte ich von meinem Abteilungsleiter, was erwartet der Abteilungsteilter von seinen Mitarbeitern?

01:15:25: Man ist ja immer ein Geben und Nehmen.

01:15:28: Das haben wir gemeinsam erarbeitet, haben auch da gemeinsame Regeln der Zusammenarbeit definiert und das klappt heute, muss ich sagen doch sehr gut, wenn ich einen Jahr zurückdenke... Selbst wenn ich unterwegs war, hat den ganzen Tag mein Telefon geklingelt.

01:15:47: Weil immer Partikularenscheidungen getroffen werden mussten und das ist heute gar nicht mehr der Fall.

01:15:55: Der Großteil des Geschäftes funktioniert Gott sei Dank auch tag von mir so dass ich mich einfach um die wesentlichen Sachen kümmern kann.

01:16:06: Das ist geil!

01:16:06: ... sollte zumindest meiner Meinung nach so das Ziel sein, wenn man diese Ambition hat und vor allem auch dann eine gewisse Größe.

01:16:14: Weil sonst wie du Eingangs gesagt hast klingelt ja nonstop dein Telefon.

01:16:18: Ist ja gar nicht mehr händelbar.

01:16:21: Bedeutet aber auch für dich als Unternehmer, dass du halt auch lernen musst loszulassen?

01:16:24: Und ich glaube es ist für viele nicht nur in unserer Branche sondern generell... kleinen mittelständischen Unternehmen doch die Herausforderung, dass du als Inhaber Geschäftsführer whatever das auch lernen musst loszulassen und dich eben halt auch da drauf zu fokussieren dein Betrieb weiterzuentwickeln.

01:16:44: Und das ist halt meiner Meinung nach die Aufgabe unserer Aufgabe.

01:16:53: oder Inhaber sich da drum zu kümmern, wie kann ich meinen Betrieb weiterentwickeln?

01:16:58: Dass es den auch noch in hundert Jahren gibt.

01:17:01: Und wenn ich hier vorne aufhöre mein Unternehmen weiterzuentwickelten dann werde ich irgendwann entwickelt und zwar aber nicht mehr selber sondern von jemand anderem.

01:17:12: Gibt's ja so ein bestimmtes Learning- oder eine Sache die du anderen Leuten mitgeben würdest?

01:17:18: vielleicht Ja, nicht mal unbedingt aus der SRK-Branche sondern einfach allgemein.

01:17:22: Die jetzt vielleicht noch nicht an dem Level sind?

01:17:24: Also ... was ich aus unserer Branche wirklich tatsächlich sehe ist dass quasi keine Fehler zur Kultur gibt.

01:17:31: als wenn Fehler gemacht wird werden die alle auf oder in der Regel auf eine sehr komische Art und Weise geahndet und das sprich mit schreien oder Stunden abziehen oder ... Und da muss man halt auch dann mal einen Kauf nehmen, dass man vielleicht auch mal ein zwei Euro verloren hat an so einer Bauschelle.

01:17:55: Aber dann setzt du dich danach mit den Leuten hin und überlegst dir hey wo ist der Fehler passiert?

01:18:00: Was müssen wir tun damit er nicht wieder passiert?

01:18:02: Und tatsächlich ist es so wenn man nochmal intensiv darüber nachdenkt oder recherchiert wie der Fehler zustande gekommen ist kannst du tatsächlich richtig was mitnehmen, um deinen kompletten Betrieb weiter zu entwickeln.

01:18:14: Aber wenn du den Leuten keinen Raum gibst für eine Fehlerkultur dann wird das nie bei dir ankommen und du wirst nie mitbekommen, was in deinem Betrieb überhaupt schiefläuft.

01:18:23: Und dieses Bewusstsein zu schaffen dass meine Tür auch für Probleme offen ist also nicht nur für keine Ahnung.

01:18:33: die Ware ist nicht gekommen oder ich habe Der Kessel ist runtergefallen oder was auch immer.

01:18:42: Sondern ich habe mich verpresst, ne?

01:18:46: Ich hab die Baustelle... ...ich hab' die falsche Pressbacke genommen und hab jetzt... ...fünfzig Meter Rohrleitung falsch verpressten.

01:18:53: So!

01:18:53: Und dann kannste jetzt...kannte ich hier jetzt einen Topsuchsanfall kriegen und könnte da vollkommen austicken.

01:19:00: Das

01:19:01: gehört halt nichts ändern auch,

01:19:02: ne?!

01:19:02: Ändert gar nix,

01:19:03: ne!?

01:19:04: Und dann muss man dann halt auch... als Unternehmer den Mut haben und zu sagen, hey dann lass uns doch mal zusammensetzen.

01:19:09: Lass uns mal erkründen warum oder lass uns mal darauf kommen wie du das geschafft hast mehrere Pressstellen mit der falschen Pressbacke zu pressen obwohl man es ja eigentlich sieht dass es so ist.

01:19:21: und wenn du dann mitbekommst dass im lager halt alle möglichen Sätze an Pressbacken liegen und keiner davon ist richtig beschriftet wird mir schon klar warum der Fehler passiert ist.

01:19:35: So was war das Learning daraus?

01:19:37: Wir sind ins Magazin gegangen oder ins Werkzeuglager, dann haben alle Pressbacken sortiert und jede Pressbacke beschriftet.

01:19:44: Haben sie im Lager durchsortiert, haben separate Fächer angelegt alles mit Namen und Hersteller etc.

01:19:51: beschriftete so dass dieser Fehler nie wieder passieren kann.

01:19:55: Und er ist dem auch nicht wieder passiert.

01:20:00: Nur mir Gedanken darüber gemacht hätte, wie ich denjenigen bestrafen kann.

01:20:03: Hätte ich das nie rausbekommen und wahrscheinlich wäre der Fehler noch etliche Male passiert?

01:20:07: Klar die Verantwortung mitzudenken hat jeder von uns auch unsere Mitarbeiter aber manchmal muss man ihnen das halt auch einfacher machen.

01:20:20: Die Arbeit und genau deswegen Fehlerkultur ist schon ein Riesenthema.

01:20:27: also Das größte Thema, würdest du

01:20:29: sagen?

01:20:29: Mit das größte.

01:20:30: Tatsächlich ja.

01:20:32: Den Raum zu geben und die Möglichkeit zu geben den Mitarbeitern sich auch ... Auch wenn sie was falsch gemacht haben, safe zu fühlen und sich mitteilen zu dürfen und zu können.

01:20:44: Was würdest Du beim Thema Führung noch sagen?

01:20:48: wie nah sollte man in Anführungszeichen befreundet sein mit den Mitarbetern?

01:20:54: also weil mit manchen Mitarbeiter hat man einen extrem engen Draht.

01:20:59: Ist das deiner Meinung nach also schlimm?

01:21:03: Oder versuchst du das ein bisschen zu vermeiden, erzähl mal.

01:21:07: Also ich glaube es liegt in der Natur des Menschen, dass man mit manchen Menschen besser kann und mit manch gar nicht oder weniger.

01:21:16: Und das spiegelt sich eigentlich auch auf der Arbeit wieder.

01:21:19: Wo es nicht dran enden darf ist, dass es Ungerechtigkeit gibt.

01:21:23: Ich meine, dass man sich gut oder besser miteinander versteht.

01:21:27: Das kriegen alle anderen mit und das kann man auch nicht verstecken.

01:21:30: Aber was du halt schon, wo ich sehr intensiv darauf achte ist, dass wir eine einheitliche Halsstruktur haben, egal ob man es sich gut versteht oder eben nicht.

01:21:41: Und das ist für mich sehr wichtig.

01:21:46: Ich sage aber auch immer – da stehe ich zu – Freunde findest im Privatleben und nicht auf der Arbeit Und so ein gemisses Barz an Respekt und Anstand sollte immer vorhanden sein.

01:21:59: Aber das merkst du ja relativ schnell und zügig, ob Menschen dir ähnlich mit Respekt entgegen kommen oder nicht?

01:22:07: Da ist auch meine Grenze.

01:22:09: Wenn ich merke dass in die falsche Richtung geht dann ziehe ich mich da auch zurück.

01:22:14: Okay, dann bist du ein bisschen Abstand okay.

01:22:18: Ja interessant!

01:22:19: Gibt es zum Thema Führung... Also es ist ja auch ein großer Bereich von dir, den du jetzt auch mehr angehen möchtest.

01:22:27: Sobald ich weiß ... oder möchtes aktiv auf LinkedIn sein zu dem ganzen Thema?

01:22:34: Was hast du da ... also warum möchteste du da noch so tiefer reingehen in das ganze Thema?

01:22:42: Ja, also ... Ich bin der Überzeugung, das fängt bei uns als Unternehmer an und gar nicht so bei unseren Mitarbeitern.

01:22:59: Unsere Mitarbeiter haben einen sehr begrenzten Handlungsspielraum sehr begrenzten Mitgestaltungsmöglichkeiten, was ja nicht unbedingt schlecht ist.

01:23:12: Es ist manchmal auch gut und du kannst nicht alles gemeinsam entscheiden aber dafür ist unsere Verantwortung als Unternehmer eben eine sehr große und ich möchte einfach gerne meine Erfahrungen teilen und deswegen bin ich aber auch so viel unterwegs und spreche soviel mit Industrie oder anderen Betrieben oder Großhändlern Einfach auch, weil ich gerne wissen möchte was in anderen Betrieben gut funktioniert.

01:23:44: Was bei mir vielleicht noch gar nicht stattfindet oder vielleicht gar nicht funktioniert hat und dass man tatsächlich inspirierend sein kann für andere Unternehmer und dort den Rahmen oder die Möglichkeit geben kann zur Weiterentwicklung.

01:24:02: Und auch da sage ich, ich habe das mir nicht alles selber ausgedacht also Einiges davon schon, vieles auch nicht.

01:24:08: Und vieles davon habe ich von meinen Kollegen gelernt.

01:24:13: und das Bedarf eben der Zeit, die wir jetzt mehrfach angesprochen haben, dass es dann wieder die Verpflichtung als Unternehmer ist, mich darum kümmer mein Laden weiterzuentwickeln.

01:24:29: Die Führung wird in Zukunft meiner Meinung nach eine große Rolle spielen im Handwerk weil wir finden keine Mitarbeiter mehr über das Gehalt.

01:24:38: Du findest Mitarbeiter über einen coolen Betrieb.

01:24:43: und was ist ein cooler Betrieb?

01:24:45: Er nicht der weiß ich nicht, das geilste Logo hatte da sonst irgendwas oder den hipsten Instagram Channel oder seinen Mitarbeitern tolle Kappen aufsetzt oder whatever.

01:24:57: Oder hier noch eine Eismaschine und da noch keine Ahnung Es gibt der etlichste Ausprägung mittlerweile, sondern es gibt den Leuten einen Warum.

01:25:08: Es gibt den Leute einen Grund morgens aufzustehen, der nicht nur die Gehaltskomponente ist und lass sie teilhaben an dem Antrieb der Firma.

01:25:19: Und das glaube ich kannst du nur schaffen wenn du dich mit dir selbst, mit deinem Umfeld beschäftigst und eben halt auch bereit bist dich selber und deinen Betrieb weiterzuentwickeln.

01:25:28: Ja,

01:25:30: ich glaube dass merkt man noch bei dir Nicht nur sagst, sondern auch lebst und in deinem eigenen Betrieb umsetzt.

01:25:37: Finde ich echt inspirierend cool.

01:25:39: Ich kann mir vorstellen, dass viele Leute hier auch coole Learning oder Inspiration ... Man muss es ja nicht immer genau gleich machen, aber einfach mal, dass man mal so neuen Gedanken hört, den man vielleicht aus einer anderen Perspektive so noch nicht gehört hat.

01:25:53: Dann denkt, cool, vielleicht mache ich mir darüber Gedanken und setze das so oder was anderes in meinem Betrieb Um.

01:26:01: Wer sich dafür interessiert, der kann dir auf LinkedIn folgen.

01:26:05: Ja gerne!

01:26:05: Da soll ja in Zukunft noch ein bisschen mehr zu dem Thema kommen was dir auch offensichtlich einfach liegt und Spaß macht.

01:26:12: Und ich glaube da kann man auch in Zukunft ganz viel von hier lernen gerade wenn Schmidt Haustechnich jetzt bis ins unermessliche wächst.

01:26:19: Schauen

01:26:19: wir mal.

01:26:20: Hast du da so Ziele?

01:26:21: Noch als abschließende Frage?

01:26:23: Ja also ... Wir wollen schon... Also ich möchte den Betrieb schon gerne noch weiter ausbauen und ... Hundert

01:26:30: Mitarbeiter realistisch

01:26:32: Ja, denke ich.

01:26:33: Also das werden wir schon schaffen also mit euch zusammen sowieso.

01:26:38: Ich bin gerade dabei ein bisschen das Fundament zu bauen für den weiteren Ausbau der Firma und ich glaube wenn wir das jetzt geschafft haben oder wenn ich es jetzt geschafft habe dann ist glaube ich nach oben ist die Begrenzung eigentlich nur noch die eigene.

01:26:56: Das was man sich selbst als Ziel setzt.

01:26:59: Also ich finde, so ein hundert-hundertzwanzigmal Betrieb ist schon eine ordentliche Größe in der man dann auch in der heutigen Zeit mit agieren kann.

01:27:10: Irgendwann wird sich unser Geschäftsmodell brachial verändern.

01:27:13: Ich meine jetzt durch das Thema Förderung und dadurch dass die Wärmenpumpe gerade nicht mehr so hip ist hat man sich ein bisschen Zeit erkauft.

01:27:21: Auch die Betriebe sich zeiterkauft sich neu aufzustellen.

01:27:25: Aber die Zeit wird sich ja wieder ändern.

01:27:27: Wir werden nicht noch mal so ein Jahr erleben wie... ...wie fünfundzwanzig mit sechshunderttausend Wärmeerzeugern im deutschen Markt.

01:27:33: Ich glaube, dieses Jahr wird nicht viel besser werden und irgendwann wird dieser Modernisierungsstau auch der mangelnde Neubau... ...und ich meine, Neubauen ist unwahrscheinlich teuer geworden,... ...wird sich auch irgendwann auflösen.

01:27:45: Und ich glaube, im nächsten Jahr vielleicht Ende Q-I Anfang Q-II wird es im nächsten Jauch wieder rund gehen!

01:27:54: Und jeder, der bis dahin seinen Betrieb gut aufgestellt hat ... ... er wird davon, denke ich, profitieren können.

01:27:59: Geil!

01:27:59: Ich glaube du bist schon auf einem guten Weg da jetzt die Basis ... ... aufzustellen damit man danach auch wirklich maximal skalieren kann und ... ... ich glaube dass wir dich nicht das letzte Mal im Podcast gesehen haben Christian.

01:28:14: Gerade wenn es dann an die hundert Mitarbeiter geht ... ... dann wird auf jeden Fall nochmal Zeit, dass du dann herkommst... ... und dann hast du wahrscheinlich schon wieder ganz viele neue Learnings weil ... Klar, es gibt ja immer eine nächste Ebene und in jeder Ebene sind auch einfach andere Sachen dann irgendwo wichtig oder die einfach davor noch gar keine Rolle gespielt haben.

01:28:34: Mega!

01:28:35: Wir sind ein Handwerksunternehmen und deswegen sage ich immer, ich habe einen Handwerkskasten und der muss gefüllt werden und deswegen bin ich permanent unterwegs und fülle den mit euch zusammen, meinen Kollegen zusammen, mit Industrie großhandeln, whatever ... Ich freue mich immer über einen Austausch und immer über gute Gespräche.

01:28:54: Und euch drücke ich die Daumen im Tourpilot, ist eine geile Sache!

01:28:58: Ich kann jedem nur empfehlen sich dann irgendwann mal ein Online-Beratungstermin zu buchen wenn ihr mit eurer Landingpage soweit seid... ...und dann geht's ab!

01:29:05: Ja, die wird fertig sein, wenn der Podcast hier draußen ist.

01:29:09: Sehr gut, sehr gut!

01:29:10: Geil!

01:29:10: Okay, was gehört?

01:29:11: Dann geht drauf, bucht euch den Termin und

01:29:13: hört auf Christian!

01:29:15: Wunderbar!

01:29:15: Christian, danke für deine Zeit!

01:29:17: Ich

01:29:17: danke euch, fahr mir immer ein Fest Und wir sehen uns hoffentlich nächstes Jahr in Runde drei.

01:29:21: Ich freue mich, bis dann!

01:29:22: Wie ich mich

01:29:22: auch.

01:29:23: Bis dann, danke dir!

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