Raiffeisenbank-Vorstand Tobias Klink (#30)

Shownotes

Heute zu Gast: Tobias Klink, Vorstand der Raiffeisenbank eG in Baunatal.

Tobias’ Karriere in der Bankbranche war alles andere als vorgezeichnet. Aufgewachsen in einer Handwerkerfamilie, deutete zunächst vieles darauf hin, dass auch sein beruflicher Weg in diese Richtung führen würde.

Doch ihm fehlte der Kontakt zu Menschen – und ein Gespräch mit einem guten Bekannten aus der Bankbranche brachte schließlich die Wende. Tobias entschied sich für eine Ausbildung bei der Raiffeisenbank eG in Baunatal. Genau bei der Bank, bei der er viele Jahre später selbst im Vorstand sitzen sollte.

Dazwischen lagen allerdings einige Stationen: Nach seiner Ausbildung zog es Tobias für rund zehn Jahre ins Rhein-Main-Gebiet, wo er bei größeren Banken wertvolle Erfahrungen sammelte. Gleichzeitig bildete er sich über Jahre hinweg berufsbegleitend weiter und hörte nie auf, den nächsten Schritt zu gehen.

Während der Corona-Zeit führte ihn schließlich eher der Zufall zurück zu seinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb. Über zehn Jahre nach seinem Abschied bewarb er sich erneut bei der Raiffeisenbank – und der Rest ist Geschichte.

Im Podcast gibt Tobias einen tiefen Einblick hinter die Kulissen der Bankbranche. Wie funktioniert eine Regionalbank eigentlich? Wie stark beeinflusst Regulierung den täglichen Betrieb? Und welche Rolle werden regionale Banken in zehn Jahren noch spielen?

Natürlich geht es auch um Neobanken und den zunehmenden digitalen Wettbewerb. Tobias spricht darüber, was klassische Banken von ihnen lernen können, wo sich die Raiffeisenbank ganz bewusst differenzieren möchte und welche Stärken regionale Banken auch in Zukunft ausspielen können.

Außerdem sprechen Tobias und Max darüber, welche Themen für die kommenden Jahre im Fokus stehen und warum Tobias auch als Personenmarke sichtbarer werden möchte, um die Raiffeisenbank gemeinsam mit seinem Team in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Eine Folge über einen langen Karriereweg, die Zukunft der Regionalbanken, Führung und einen Blick hinter die Kulissen einer stark regulierten Branche.

Viel Spaß bei dieser Folge von Business Backstage! 🚀


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Transkript anzeigen

00:00:00: Also ich finde es immer erschreckend, wenn man mir sagt warum gehst du zur Arbeit?

00:00:03: ja damit ich meine Ziele erreichen kann.

00:00:05: Also jetzt zum Beispiel vertriebliche Ziele oder so.

00:00:07: das ist schön.

00:00:08: das finde auch als Vertriebsvorstand natürlich toll aber es muss ja noch ein Grund darüber hinaus geben warum mich das gerne macht.

00:00:13: Wir wollen in die Geschäftsfelder schon rein Aber wir müssen erst unsere Hausaufgaben machen.

00:00:17: Ich erinnere mich an eine Begegnung zum relativ kurz nach dem Start.

00:00:21: Habe ich einen Vorstand einer anderen Bank auf der Veranstaltung getroffen, der sagte dann so salopp zu mir, da haben sie eigentlich den ganzen Tag nichts anderes zu tun?

00:00:29: Das ist ne richtig spannende Frage!

00:00:30: Da können wir eigentlich die ganze Folge drüber drehen.

00:00:32: Herzlich willkommen bei ner neuen Folge Business Backstage.

00:00:35: Heute haben wir den Tobias Klingbohns zu Gast erst im Vorstand der Reifeisenbank EGN Baunatal und er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bankprongische wie man sie sich klassisch vorstellt wirklich neu und modern zu denken.

00:00:46: Und genau diesem Wandel möchte Social Media ein Gesicht geben.

00:00:49: Genau darüber sprechen wir heute.

00:00:50: in diesem Sinne Tobias herzlich willkommen, danke dass du hier bist!

00:00:53: Ja vielen lieben Dank das ich hier sein darf heute.

00:00:55: Gerne gerne, ich freue mich auf jeden Fall.

00:00:56: Tobias erzähl mal wieso habt ihr euch dazu entschieden eure Bank-Theme über dich als Personenmarke zu kommunizieren und nicht über den Banking-Account ganz normal wie es jeder andere Bank macht?

00:01:08: Die Entscheidung ist Mit der Zeit gewachsen kann man sagen.

00:01:13: Unsere Bank hat in den letzten Jahren einen sehr großen Veränderungsprozess hinter sich, sowohl prozessual auch kultureller Ebene und wir haben schon immer Social Media gemacht und waren da auch engagiert.

00:01:27: Und irgendwann war der Punkt zu sagen wie kriegen jetzt eigentlich die Veränderungen nach draußen transportiert?

00:01:34: Da hat sich das irgendwann ganz glücklich gefügt dass ich dann gesagt habe Ich mache das.

00:01:40: Aber es war jetzt von Anfang an nicht der Plan, mich als Personenmarke zu integrieren.

00:01:44: Sondern zwar eher das Thema zu sagen ... wie kriegen wir eigentlich das?

00:01:47: Wofür die RWB steht nach außen transportiert?

00:01:51: Bevor wir da ganz tief reingehen, weil das natürlich der spannendste Thema ... du hast mir erzählt, du kommst ja aus einer Handweckerfamilie und hast diesen handwerklichen Background auch Fahrerbitur in dem Bereich.

00:02:01: Da wäre es ja nahegelegen, dass du einfach in diesem Bereich anfängst zu arbeiten.

00:02:05: Wie kam's, dass dich dann doch für den kaufmännischen Weg entschieden hast?

00:02:10: Ja es war ganz spannend, weil genau ich komme aus einer handwerklichen Familie.

00:02:14: Mein Vater hat auch ein Bauunternehmen und da ist man natürlich immer schon so in eine gewisse Richtung geprägt.

00:02:20: Ich habe auch schon als Teenager immer in den Schulferien quasi dann ausgeholfen... ...und irgendwie kam dann damals das Thema was will ich machen?

00:02:32: Ursprünglich waren wir mal so das Richtung Fachabitur-Bau-Technik.

00:02:34: Ich will Baulingenieurwesen studieren.

00:02:37: Habt dann aber auch festgestellt irgendwie naja Nur irgendwie mich mit Zahlen den ganzen Tag zu beschäftigen und Berechnungen ohne persönlichen Kontakt dazu.

00:02:48: Ich weiß nicht, ob mir das liegt.

00:02:49: Und dann eigentlich hatte ich mich mit einem Bekannten mal unterhalten der Banker war und hab gesagt vielleicht kann ich ja in dem Bankberuf das miteinander verbinden so dass theoretische und das persönliche... ...mit Menschen.

00:03:01: und dann habe ich mich einfach bei Banken beworben.

00:03:03: und damals hat mich die RWB als Auszubildenden eingestellt.

00:03:06: also die Bank wo du jetzt Vorstand bist da hast du die Ausbildung gemacht?

00:03:09: Ja genau aber ich bin nicht seit der Ausbildung dort sondern Nach der Ausbildung bin ich ins Rhein-Main-Gebiet gezogen, war dort zehn Jahre bei verschiedenen Banken unterwegs.

00:03:19: und jetzt seit ja knapp sechs Jahren bin ich wieder hier in der Region tätig.

00:03:24: Also du warst dann im Rhein Mein Gebiet bei größeren Banken.

00:03:26: oder wo genau warst Du?

00:03:28: Ja also im Vergleich zu Reifeisenbank Bernhardt hat es schon größer.

00:03:32: Es waren zwei größere Sparkassen Schon mit über zweitausend Mitarbeitern so in dem Dreh.

00:03:37: Wir haben jetzt Hundertzehn.

00:03:38: das ist nochmal ganz andere Dimension ... ganz andere Verantwortlichkeiten auch so an den Arbeitsplätzen.

00:03:44: Und mich hat es dann zurückgezogen, weil ich... ... meine Frau auch hier aus der Region kommt.

00:03:51: und es war mehr oder weniger auch ein bisschen Zufall kann man sagen, weil während Corona hatte ich dann mal so gedacht, ach wir wurden ja alle ins Homeoffice geschickt.

00:04:00: und dann war ich neugierig und habe auf der Webseite von der Reifeisenmangel geguckt, weil Ich wissen wollte arbeiten meiner Auszubildenden Kollegen noch dort.

00:04:07: War das der Fall?

00:04:08: Teilweise ja, weil früher gab es diese Mitarbeiterbilder noch auf den Webseiten.

00:04:13: Und dann habe ich gesehen die Suchenden im Bereichsleiter für einen Vertrieb und so ist dann die Tür zu RWB wieder geöffnet worden.

00:04:19: Wenn du mal jetzt diese größeren Banken-Anführungszeichen im Rhein-Main-Gebiet vergleichst mit der Regionalbank?

00:04:25: Wie ist denn so der Unterschied in den Prozessen, in den Abläufen, im Workflow?

00:04:31: In einer kleineren Bank bist du für viele Themen verantwortlich.

00:04:36: also das ist wirklich total vielfältig.

00:04:39: In der großen Bank, also ich habe überwiegend im Vermögenskundenbereich gearbeitet und in der Anlageberatung oder Vermögenplanung.

00:04:48: Da ist halt das deine Aufgabe und du kriegst Produkte geliefert die du dann strukturierst je nachdem wie der Kunde auch das wünscht oder wie seine Risikoklasse ist.

00:04:59: In der kleinen Bank ist das anders, da haben die Mitarbeiter teilweise Einfluss mit drauf zum Beispiel welche Produkte wir in die Hausmeinung nehmen.

00:05:06: Welche Produkte angeboten werden?

00:05:09: Das gibt es bei großen Banken nicht.

00:05:10: Da wird quasi das Produktortiment jetzt mal als ein Beispiel zu nennen vorgegeben.

00:05:14: Bei uns ist es sehr vielfältig so sagen du kannst wirklich mitbestimmen Du kannst ja mitgestalten.

00:05:21: Ich sag aber auch immer Bewerbungsgesprächen dazu.

00:05:23: Bei uns kannst du glänzen, wenn du willst.

00:05:25: Es fällt aber auch total schnell auf in der Größenordnung... ...wenn du einfach nur so mitführen

00:05:29: willst.".

00:05:29: Ja, du kannst halt nicht untertauchen in der Masse, ne?

00:05:31: Genau!

00:05:32: Wir haben manche Abteilungen die bestehen aus Zeitrei-Leuten,... ...so wenn dann einer schon sagt ich bin jetzt nicht so der Superperformer,... ...dann fällt es halt auf die anderen zurück,

00:05:38: ne?".

00:05:39: Ja ja.

00:05:40: Und wie viele Jahre warst Du im Rhein-Main-Gebiet?

00:05:43: Knapp zehn Jahre.

00:05:45: Ich denke das war eine gute Zeit weil wenn man dann wieder zurück kommt,... ...dan hat man diesen Ruf des Auszubildenden nicht mehr.

00:05:52: Dann warst du wahrscheinlich Anfang dreißig, wo du dann diese Bereichsleiter-Stelle übernommen hast?

00:05:56: Oder wie alt warst Du da?

00:05:58: Ich war glaube ich dreißzig.

00:06:00: Also was dann?

00:06:00: quasi Leiter von dem Vertrieb hast Du gesagt?

00:06:03: ne?

00:06:04: Genau!

00:06:05: Mit Dreißig Leiter vom Vertrieb hat es wahrscheinlich auch ältere Leute unter dir.

00:06:08: Wie war das dann als du an Tag eins reingekommen bist und dann dieses Team leiten musstest?

00:06:14: Ja, du siehst ich muss schon schmunzeln.

00:06:16: Das war eine total spannende Zeit weil meine Stelle wurde auch seinerzeit quasi neu geschaffen.

00:06:22: So ein bisschen in so einer Sandwich Position zwischen dem damaligen Vorstand und den Führungskräften.

00:06:27: Und naja wenn so ne Stelle neu geschafft wird erstmal und dann kommt jemand dem einem ich sag jetzt mal vorgesetzt wird und der ist auch noch dreißig Dann herrscht erst einmal eine gewisse Grundskepsis kann man sagen Das war dann so auch eine meiner ersten Aufgaben, das aufzulösen.

00:06:48: Das heißt quasi die unter dir?

00:06:50: bis du angekommen bist an den Vorstand oder die Ebene über dir berichtet.

00:06:54: Und jetzt bist du dazwischen als Neuling praktisch und musst quasi alles aufnehmen von den Leuten unter dir, muss dann weitergeben an deinen Vorstand richtig?

00:07:02: Genau!

00:07:02: Wobei ich immer ein bisschen mit hader mit dem Begriffen unter mir übermehr, weil es geht ja nur zusammen ... Ja natürlich,

00:07:07: aus

00:07:07: dem Fall

00:07:08: aber von der Stelle her meine ich

00:07:09: noch nicht.

00:07:09: Aber das haben wir so, die haben früher an den vorstand berichtet und dann an mich, das war für alle auch eine Umstellung.

00:07:16: Und wie hast du dich dann quasi behauptet um diese ... Umstellung dann quasi positiv zu gestalten?

00:07:22: Ich hab versucht, ... ... zu zeigen dass ich es auch kann.

00:07:26: Um's mal sozusagen also ... ... wenn eine gewisse Grundskepsis herrscht, dann denkt man ja immer okay ... ... redet die Person jetzt nur über das was von uns verlangt wird oder was wir tun, sondern da kann die das auch und ... ... ich habe es mir von vornherein zur Aufgabe gemacht, was ich auch heute noch mache als Vorstand ... ... quasi selbst Kundentermine wahrzunehmen, selbst mit in die Akquise zu gehen um zu zeigen Ich bin hier nicht da, um euch zu sagen was ihr tun soll.

00:07:51: Sondern wir machen es gemeinsam.

00:07:52: Ja.

00:07:53: Hast du mal ein Beispiel?

00:07:54: Also was hast du genau gemacht?

00:07:55: Welchen Gesprächen warst du dabei und wo hast du dann quasi... ...performt, um den Proof-of-Konzept quasi zu bekommen?

00:08:01: Also ich kann dir beispielsweise sagen, ich habe mir eins oder zwei Kollegen genommen und hab gesagt welche Kunden sind für euch ganz schwierig.

00:08:08: Und da will ich gern mitfahren und dann... ... bin ich auch da mitgefahren und das hat sich dann ganz glücklich entwickelt, so dass auch die Kunden sehr zufrieden waren... ... mit dem was wir angeboten haben.

00:08:19: Und dann kam natürlich auch diese Akzeptanz weil der Mitarbeiter im Gespräch gesehen hat hey!

00:08:24: Der kann das ja auch.

00:08:25: Er kann auch die Gesprächsführung gut.

00:08:27: Der ist fachlich fit wobei ich selbst auch von mir oder mir zur Aufgabe gemacht habe.

00:08:32: Ich war nie der super Fachmann in gewissen Bereichen oder der Spezialist Ähm, aber komme vielleicht später auch noch mal zu.

00:08:40: Aber ich hab halt gezeigt um dabei zu bleiben ne?

00:08:43: Ich geh mit euch wir machen das zusammen Wir sind ... ziehen an einem Strang.

00:08:48: Ja Du hattest eben schon angesprochen du hattess dann dieses Thema Change-Prozess in der also in dieser Rolle quasi wolltest du voran bringen Was genau meinst du damit?

00:08:57: was habt ihr verändert?

00:09:00: oder was war der Grund warum ihr Sachen verändern wollt?

00:09:02: vielleicht erst mal?

00:09:03: Ich

00:09:03: könnte mir jetzt total einfach sagen alles ja aber das stimmt nicht ganz.

00:09:08: Also es hat angefangen bei organisatorischen Veränderungen.

00:09:12: Als ich bei der Bank begonnen hatte, hatten wir Kollegen die alle Themen abgedeckt haben, die es gibt im Bankgeschäft.

00:09:17: Privatkundengeschäft, Firmkundengeschäft, Baufinanzierung, Wertpapierberatung alles aus einer Hand.

00:09:23: und da muss ich sagen, da ziehe ich bis heute noch meinen Hut vor weil... Ich habe mich damals sofort gefragt wie schafft man das?

00:09:30: Alles zu stemmen auch fachlicher Natur gerade bei steigenden Anforderungen was regulatorisch angeht.

00:09:36: Und dann haben wir erst mal angefangen, uns neu zu sortieren und so sagen es gibt gewisse Abteilungen.

00:09:42: Da werden ein Thema abgebildet ne?

00:09:44: Wir haben zum Beispiel im Baufinanzierungscenter gegründet.

00:09:48: Wir haben eine Vermögensberatungsabteilung gegrüntet das Private Banking gegrundet.

00:09:53: Fokussieren uns halt immer mehr darauf zu sagen Es gibt Leute die in gewissen Dingen besonders gut sind um dadurch auch eine extrem hohe Qualität abliefern zu können.

00:10:05: Das heißt für mich als Leier, ihr habt quasi das Bankkonto hat eine Person gemacht.

00:10:10: Eine Person hat aber gleichzeitig den ETF gemacht, dem Bausparvertrag Immobilien also alles war gebündelt quasi mehr oder weniger in einer Person?

00:10:18: Genau also alles war meistens gebündelt in einer Person.

00:10:21: natürlich haben wir jetzt nicht für jedes Thema, also jetzt nicht kann man jetzt nicht so vorstellen dass man eine Person fürs Bankkonto hat.

00:10:26: Eine andere Person für Kreditkarte oder so sondern eher Themenbasiert zu sagen das ist jetzt.

00:10:31: Zahlungsverkehr ist hier gebündet Baufinanzierung hier Anlageberatung ist in der Abteilung gebündelte.

00:10:37: Und wichtig ist, dass wir immer ein Gesicht haben zum Kunden.

00:10:41: Also das der Kunde weiß für welches Thema ist welcher verantwortlich?

00:10:44: Es gibt immer einen Hauptansprechpartner, einen Relationship Manager kann man auch sagen.

00:10:48: bei uns heißt es nur Kundenberater.

00:10:51: Der halt immer das Gesicht zum Kunden ist.

00:10:53: und wenn er kennt ich habe jetzt zum Beispiel ein Thema mit Versicherungen, mit Bausperren... ...mit Vermögensanlage dann holt er sich eben dann dementsprechend den Kollege oder die Kollegin dazu ... das Thema betreuen.

00:11:04: Und wie kam diese Veränderung oder dieser gesamte Change-Prozess?

00:11:06: Wie kam der im Team an?

00:11:10: Ja, wie Veränderungen grundsätzlich erst mal ankommen denke ich nicht immer gut... ... weil man hat vielleicht auch dann das Gefühl, man kriegt erstmal was weggenommen von den Themen.

00:11:22: Und wenn ich viele Themen bespiele, habe ich auch in unterschiedlichen Marktphasen immer was zu tun.

00:11:30: Also es ist auch eher so das Thema gewisse Skepsis.

00:11:33: Das hat sich aber nicht bewahrheitet.

00:11:35: also sitzt jetzt keiner rum und hat nichts zu tun.

00:11:36: dadurch ganz im Gegenteil.

00:11:39: mich denke alle haben ganz gut zu tun.

00:11:42: Es war eine gewisse Skepsis da... ...und was in diesem Prozess wenn man jetzt organisatorische Veränderungen vornimmt die sind ja nicht Eindimensional vorgenommen worden, sondern es ging auch her mit kulturellen Veränderungen zu sagen.

00:11:54: Wir wollen mehr Vertrauen in die Mitarbeiter geben, mehr Kompetenzen in die Mitarbeitern, mehr Entscheidungskompetencen in den Mitarbeiter.

00:12:02: Das hat diesen organisatorischen Prozess noch ergänzt und Ich mag zwar meistens nicht so Lehrbuchtheorien, aber es war wirklich so.

00:12:09: Es gibt ja diese Change-Chore.

00:12:10: Am Anfang kommt ein bisschen Euphorie und dann ist man auch ein bisschen im Tal erstmal und dann heißt's halt jetzt durchhalten.

00:12:17: Durchhalten dranbleiben bis man langsam erkennt, dass es funktioniert.

00:12:22: Und ich denke das war richtig, dass wir das so gemacht haben.

00:12:26: Das ist der Kurs an dem wir weiter festhalten.

00:12:28: Die Menschen brauchen ja auch eine Why?

00:12:29: Also warum macht man das nicht einfach... ... Veränderung der Veränderungen wegen, genauso wie jetzt Leute die KI einsetzen nur um KI einzusetzen.

00:12:36: Das muss ja einen Sinn dahinter sein aber das war es auch bei euch wahrscheinlich ne?

00:12:39: Genau

00:12:40: wir haben dann später noch also das hatten wir am Anfang noch gar nicht im Fokus aber das Why war uns dann auch wichtig... ...das haben wir dann nicht zu Beginn des Veränderungsprozesses aber im Laufe auch nachgeholt und sagen Wir verändern eigentlich ganz viel und wir machen ganz viel Aber wir brauchen ... unabhängig von geschäftlichen Zielen und Kennzahlen, KPIs auch irgendwie... ... ein Grund warum geh ich zur Arbeit.

00:13:05: Also ich finde es immer erschreckend wenn man mir sagt, warum gehst du zu Arbeit?

00:13:08: ja damit ich meine Ziele erreichen kann?

00:13:10: Also jetzt zum Beispiel vertriebliche Ziele oder so das ist schön.

00:13:14: Das finde ich auch als Vertriebsvorstand natürlich toll.

00:13:17: aber es muss ja noch einen Grund darüber hinaus geben, warum mich das gerne machen.

00:13:20: Ja wir waren jetzt eben beim Bereichsleitervertrieb bis heute Vorstand ... vielleicht kannst du mal kurz uns da skizzieren den Weg.

00:13:27: Wie kam es dann dazu, dass du zum ... ... dann zum Vorstand wurdest?

00:13:30: Ich glaube vierundzwanzig warst ne?

00:13:33: Genau, vierund zwanzig Ende, ... ... ich habe mich schon eigentlich seit meiner Ausbildung kann man sagen... ... immer nebenberuflich weitergebildet über Fachlehrgänge, Studiengänge und das dann auch weiter bei der Reifeisenbank Baunertal.

00:13:48: Da gibt es dann Lehrgang denen oder ... Man kann die Qualifikation auf verschiedenen Wegen reichen.

00:13:52: Ich habe einen Lehrgang an der ADG in Monterbauer gemacht, wo man dann erstmal die theoretische Vorstandsqualifikation bekommt zu sagen okay ich bin auf dem Papier jetzt erst mal dazu befähigt diesen Job auszuüben.

00:14:04: und ja Ende im Jahr ist dann ein Vorstandsmitglied in Rente gegangen und da hatte ich dann die Möglichkeit sozusagen wie man so sagt meinen Hut auch mit den Ring zu werfen.

00:14:15: Ja

00:14:16: ganz kurz zehn Jahre Weiterbildung?

00:14:18: Ja krass

00:14:19: also zehn Jahre Abends und samstags quasi weiter Bildung gemacht.

00:14:23: Ja,

00:14:23: also ich habe es mal alles addiert waren neun Komma irgendwas Jahre.

00:14:26: wenn man alles zusammenzählt über wie gesagt Fachlehrgänge dann auch im Berufs begleiten des BWL Studium meistens dann samstag oder abends... ...oder ja während Corona-Zeiten oder so online aber...

00:14:39: Das zärt aber auch oder?

00:14:40: Wenn man das zehn jahre macht?

00:14:42: Man ist es am Anfang gewöhnt!

00:14:43: Also wenn man immer dran bleibt wenn wirklich eine Weiterbildung nach der anderen macht ... dann kennt man das ja nicht anders eigentlich, ne?

00:14:50: Schwieriger wurde es dann als ich mal ein Jahr Pause gemacht habe.

00:14:53: Krass!

00:14:54: Und dann wieder anfangen musste,

00:14:55: ne?!

00:14:55: Genau!

00:14:56: Okay... krass!

00:14:58: Dann war so Vorstand.

00:14:59: wenn du mal die Stelle als Vorstand vergleichst mit der Bereichsleiter-Stelle.

00:15:04: Welche Themen kam jetzt dazu oder welche Themen hast du da nicht mehr oder deckst du jetzt nicht mehr ab und welche jetzt dafür umso mehr?

00:15:12: Da muss man natürlich auch erstmal reinwachsen in die neue Position.

00:15:17: Eine riesen Veränderung, die ich sofort gemerkt habe.

00:15:19: eigentlich ab Tag eins war das Thema wenn es wichtige Entscheidungen zu treffen gilt.

00:15:25: Ich muss ja auf einmal keinen mehr fragen!

00:15:27: Ich muss das jetzt entscheiden

00:15:29: und auch dazu stehen dann

00:15:30: mit allen Konsequenzen, die dazugehören.

00:15:32: Das war so eine relativ schnelle Erkenntnis, die auch emotional was mit einem macht.

00:15:39: Was hat sich dann verändert?

00:15:41: Und das ist ja auch gefragt, welche Themen mache ich jetzt vielleicht nicht mehr?

00:15:44: Welche ich früher gemacht habe.

00:15:46: Ich hab am Anfang versucht eigentlich möglichst alles mitzunehmen und es weiter zu machen.

00:15:51: Hab dann aber sehr schnell gemerkt dass das nicht funktioniert.

00:15:54: wir müssen Themen auch delegieren.

00:15:56: vorher als Vertriebsleiter habe ich mich auch zum Beispiel um die Vertriebsteuerung und viele Kampagnen gekümmert.

00:16:02: Da haben wir jetzt Mitarbeiter für die das machen

00:16:04: z.B.,

00:16:05: die das sehr gut machen.

00:16:06: also man muss lernen zu delegieren Aber auch dann so finde ich den Grad zu finden, das kann nicht delegieren.

00:16:14: Das sind Aufgaben die sollte ich selber machen.

00:16:17: Weil sie wichtig sind und weil es Aufgaben sind vielleicht ihnen im gewissen Ziel dienen um auch den Mitarbeitern trotzdem zu zeigen der macht ja jetzt nicht nur noch Vorstandsarbeit sondern als Vertriebsvorstand ist mir zum Beispiel wirklich wichtig dass die Mitarbeiter sehen.

00:16:31: Ich bin in der Kundenarquise mit tätig.

00:16:33: Und was natürlich auch in deiner Vorstandsohle wahrscheinlich wichtiger wird ist das Thema Führung.

00:16:38: erzähle mal gerne, ich glaube das ist natürlich ein Thema was jetzt als Vorstadt nochmal viel mehr Thema ist als Bereichsleiter.

00:16:47: Das Thema Führung wie gießt du das an?

00:16:50: Es war für mich natürlich auch als Bereichsleiter neu, weil ich nur aus einer stellvertretenden Abteilungsleitung vorher kam.

00:16:56: Und das hat sich aber eigentlich auf Urlaubs-Vertretung beschränkt.

00:16:59: also man hatte dort keine Führungstätigkeiten und... ...für mich war Führungen ein großer Lernprozess.

00:17:06: Man hat dann die üblichen Führungsseminare, die es so gibt, die man macht.

00:17:10: Aber in der Praxis ist es doch etwas anders als im Seminar.

00:17:13: Du

00:17:13: lernst das an der Praxis?

00:17:14: Genau!

00:17:15: Weil die Menschen sind halt unterschiedlich.

00:17:19: Ich muss sagen, für mich im Führungsbereich waren wesentliche Erkenntnisse... ...dass ich auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen muss.

00:17:28: Ich habe auch am Anfang einige Fehler gemacht als Bereichsleiter... ...auch als ich Vorstand geworden bin.

00:17:32: nochmal weil dann ist man natürlich noch mal in einer gewissen Situation und denkt.. ..ich bin jetzt in der Verantwortung es muss jetzt weitergehen und schnell weiter gehen.

00:17:39: Und die Ziele müssen schnell erreicht werden.

00:17:42: Welchen Fehler zum Beispiel?

00:17:44: Zum Beispiel den Fehler das man einfach oder ich gedacht hab.

00:17:48: Ich habe jetzt gewisse Ziele und Ideen, wie die Bank auszusehen hat.

00:17:52: Und alle müssen sich dem konsequent ausrichten.

00:17:56: Nur dass man nicht mit irgendwelchen Produkten arbeitet sondern mit Menschen.

00:18:01: Und ich hab dann relativ schnell gemerkt zum Beispiel das... ...ich die Leute mitnehmen muss auf die Bedürfnisse achten muss.

00:18:08: Das geht auch nicht alleine.

00:18:09: Hab zum Beispiel auch mir in der Anfangszeit gerade Unterstützung von einem Coach mitgenommen was auch schwierig war für einen selbst jetzt mal zu sagen Man ist ja dann schon sehr selbstbewusst und denkt, okay ich bin jetzt im Vorstand.

00:18:21: Ich kann das alles?

00:18:22: Und dann zu sagen vielleicht brauche ich aber doch noch mal einen Sparringspartner.

00:18:25: irgendwie nebenbei... ...und ein wichtiges Thema war das für mich zu sagen, ich muss auf die Bedürfnisse der Menschen achten.. ..und Führung braucht Raum und Kapazitäten.

00:18:35: Führungen findet nicht mehr eben so zwischen zwei Türen statt wenn man sich mal am Flur vorbeiläuft oder so sondern wir müssen uns Zeit für Führer nehmen.

00:18:44: Ich nenne einfach mal ein Beispiel dazu Manchmal rede ich mit Führungskräften, die dann sagen ja wir sehen uns den ganzen Tag.

00:18:52: Wir sitzen gegenüber am Schreibtisch und brauchen kein Team-Meeting machen oder so ist ja alles klar.

00:18:56: man tauscht sich aber immer eigentlich nur über fachliche Aufgaben aus.

00:19:01: Was ich mit Raum meine ist, zu sagen auch mal in gewissen Zeitabständen sich immer die Zeit zu nehmen und zu sagen wir sprechen heute nicht über fachliche Themen.

00:19:09: Wir sprechen hier bei unsere Zusammenarbeit manchmal auch über das Warum?

00:19:13: Über Themen, die uns bewegen.

00:19:15: auch ja Und das ist Raum der kostet Zeit.

00:19:18: Das ist aber an meinen Augen sehr gut investierte Zeit.

00:19:21: Ich kann nur jedem raten, der in der Führung ist es auch zu tun.

00:19:24: Das ist auf jeden Fall ein neuer Ansatz der Fühlung.

00:19:26: Früher wurde eigentlich top down geführt.

00:19:28: So wird's gemacht.

00:19:29: autoritär Das ist auf jeden Fall nicht mehr der Fall, ne?

00:19:33: Nee also ich hoffe nicht.

00:19:35: Das können natürlich jetzt unsere Mitarbeiter besser beantworten als ich das ich autoritär bin.

00:19:39: Natürlich braucht man gewisse Standing weil man muss auch für Entscheidungen gerade stehen.

00:19:45: aber letztendlich ist mir wichtig dass die Mitarbeiter die Entscheidung betragen.

00:19:50: wir versuchen auch immer mal neue Modelle.

00:19:51: Also ich habe auch im letzten Jahr mit einer Abteilung mal versucht die in der Steuerung bei mir tätig ist in der Vertriebssteuerung und Controlling zu sagen Ich erkläre euch jetzt, was die Strategie ist.

00:20:02: Wir schauen uns mal die strategischen Ziele für die nächsten Jahre an und dann überlegt ihr euch doch jetzt mal, was könnten gute KPIs für eure Abteilung sein?

00:20:09: Für das nächste Geschäftsjahr.

00:20:10: Also ein bisschen diese Verantwortung auch ein bisschen weitergeben an die andere Ebenen.

00:20:15: Ja,

00:20:16: ja.

00:20:16: Ist halt cool weil so schafft man halt mehr dieses Verantwortungsbewusstsein für die eigenen Themen.

00:20:21: Genau!

00:20:21: ...

00:20:22: was ich auch mega, mega spannend fand.

00:20:24: Was du mir erzählt hast in diese Fokusfelder... ... die ihr jetzt definiert habt für euch?

00:20:28: War mir jetzt gar nicht klar,... ... weil für mich wenn ich höre Rife Icebank macht irgendwie alles,... ... das hat ihr gerade in der Entwicklung

00:20:34: ne?

00:20:36: Genau!

00:20:36: Wir haben einen sehr umfassenden Strategieprozess hinter uns,... ... wo wir ja uns auch mal wirklich besonnen haben und haben jetzt nicht nur überlegt,... ... was glauben wir, was wir können sondern haben uns mit uns selbst beschäftigt... ... über interne Analysemethoden, externe Analysemethode.... und haben dann für uns festgestellt zu sagen, ist wir bilden strategische Geschäftsfelder in denen wir besonders gut punkten können beim Kunden durch unserem persönlichen Kontakt den wir haben.

00:21:03: Durch unsere Beratungskompetenz die wir haben und auf die fokussieren wir uns besonders stark.

00:21:11: das heißt jetzt nicht dass man alles andere komplett einstellt aber man bildet halt Schwerpunktfelder wo man sagt da kann ich meine Kompetenzen besonders gut ausspielen

00:21:19: Was sind eure Fokusfelder und welche sind jetzt gezielt nicht mehr?

00:21:25: Für uns sind Focusfader zum Beispiel das Thema der Vermögensanlage, wo man halt wirklich durch Beratungskompetenz punkten kann.

00:21:33: Auch jetzt Vermögenanlage nicht in der Form zu sagen wie wir es vielleicht mal so aus irgendwie dann YouTube Videos oder ähnlich kennen zu sagen ich habe jetzt meine Idee die kaufen mir das Produkt sondern eher wirklich ich brauche eine Strukturierung Ich brauche ne Beratungsvermögensübertragungen zur Altersvorsorgeplanung Wo auch es auch wirklich im Spezialistenwissen geht und da können wir ganz gut punkten.

00:21:54: Auf der anderen Seite leben Banken natürlich auch vom Kreditgeschäft.

00:21:58: Und wo wir unsere Stärke sehen, ist das Thema zu sagen... ...wir können einfach individuelle Strukturen abbilden,... ...die einfach größere Banken vielleicht nicht machen.

00:22:09: Weil halt die Strukture das nicht hergeben und wir zum Beispiel sagen können,... ..."Wir machen das für den Kunden so".

00:22:16: Und darüber hinaus noch, dass es sehe ich immer als Mehrwert anzusehen,... ...bei uns kommt teilweise der Vorstand noch zu

00:22:24: terminen.".

00:22:25: Und ich durfte gestern schon einen Vortrag halten über Persönlichkeit im Banking und Social Media.

00:22:33: Ich habe immer eine ganz klare Aussage, bei uns ist Bankgeschäft Menschengeschäft.

00:22:37: Wir machen Geschäfte mit Menschen nicht mit Produkten sondern in erster Linie steht erstmal der Mensch im Fokus und dann schauen wir was der Mensch oder der Kunde die Kundin von uns benötigt.

00:22:48: Was sind jetzt zum Beispiel gezielt?

00:22:49: Nicht mehr eure Fokusgebiete?

00:22:52: Nicht nur unsere Fokus Gebiete ... das soll sich jetzt aber auch nicht falsch anhören, dass wir sagen... ... wir wollen die Kunden nicht haben.

00:23:01: Aber wir haben zum Beispiel immer noch technische Herausforderungen in dem Bereich,... ... zum Beispiel Jugendmarktdepots.

00:23:07: Da hängen wir einfach technisch momentan ein Stück weit hinterher.

00:23:12: Wir haben das in den letzten zwei Jahren gerade extrem aufgeholt.

00:23:16: Was auch wichtig ist was vielen... Viele nicht wissen, also wir können teilweise Themen die alle anderen und teilweise Neobanken auch können.

00:23:23: Wir haben es nur nicht richtig kommuniziert.

00:23:26: Aber es gibt halt manchmal gewisse Stellschrauben und das ist vielleicht einfach zum Beispiel eine fancy App, die ich dazu habe.

00:23:32: Auch wenn ich die gleichen Produktlösungen hab', es sieht halt alles nicht ganz so schick aus wie woanders.

00:23:38: Und da sagen wir einfach, wir wollen in die Geschäftsfelder schon rein aber wir müssen erst unsere Hausaufgaben machen.

00:23:46: Wir müssen erst die technischen Lösungen So bereitstellen, dass wir sagen können Wir können uns überhaupt in dem Markt behaupten.

00:23:54: Und da machen wir halt gerade eher unsere Hausaufgaben wo wir in anderen Geschäftsfeldern sagen Da können wir jetzt schon angreifen.

00:24:00: Habt ihr diese Fokusfelder unter anderem auch wegen den Neobanken entwickelt?

00:24:06: Nicht wegen die Neobanken primär weil wir es wichtig halten das wir als... Bank und letztendlich sind wir auch ein Unternehmen.

00:24:14: Und ich hoffe, dass es die meisten Unternehmen tun sich damit beschäftigen wer sind unsere Zielkunden?

00:24:20: wie kann ich mehr Werte liefern?

00:24:21: Wie kann ich auch an diese Zielgruppe kommen... ...und das Bankgeschäft hat sich halt in den letzten Jahren extrem gewandelt.

00:24:28: ja NEO erst kam direkt Banken dazu vor einigen Jahren dann kam Neobanken dazu.

00:24:35: Ich bin zum Beispiel jemand, der das nicht verteufelt und sagt um Gott warum gibts die jetzt an sich?

00:24:39: Ja.

00:24:41: Das hat seine Daseinsberechtigung und liefert auch Mehrwerte für gewisse Zielgruppen.

00:24:46: Wir müssen uns dann nur schauen wie können wir in dem neuen Markt mit neuen Anbietern uns behaupten und wo sind unsere künftigen Geschäftsfelder?

00:24:54: Korrigiere mich gern aber wahrscheinlich ist von der Neobank das Fokusfeld vor allem diese Jugenddepots, wo ihr vielleicht nicht so stark seid oder?

00:25:02: Ja, Jugenddepot ... als Beispiel zu nennen.

00:25:05: Ich würde aber es vielleicht sogar allgemeiner fassen, zu sagen die Zielgruppe von der Neobank ist ja genau die Ziel-Gruppe, die sagt ich brauche eigentlich keinen Mensch Genau.

00:25:14: Mir reicht die technische Komponente, mir reicht eine Chat-Komponenten.

00:25:18: Das können wir auch alles liefern.

00:25:21: Nur bei uns gibt es halt die komponenti Mensch.

00:25:23: noch dazu und wir sagen diejenigen, die in der persönliche Beratung wollen oder auch nur mal im Zweifel... Und das bleibt leider in Zeiten von Digitalisierung und Cybersicherheit nicht aus.

00:25:36: Ich habe mal einen Beschwerdefall oder ich hab ausgrund von Cybersicherten Thema ein Schadensfall auch.

00:25:41: Ich möchte wohin gehen und das mit jemandem persönlich klären.

00:25:46: Also im Grunde kann man es vielleicht sagen, der MSCI World Typ, der einfach nur seinen MSCI-World abschließen will.

00:25:51: Den Weltjahr wahrscheinlich nicht zurückziehen von einem Tread Republic aber wenn's zwischen Menschen abläuft dann seid ihr weiterhin quasi der richtige Ansprechpartner ne?

00:26:00: Wenn es zwischen Menschen abläuft und wenn auch eine gewisse Bedarf an Beratung da ist.

00:26:04: Zu sagen, ich möchte... Und das Beratungen heißt ja nicht immer in der Form Ich habe jetzt jemanden, der mich zweimal die Woche anruft und mir irgendwie auf die Nährschung geht Sondern ich hab jemanden wo ich mich im Zweifel dran wenden kann.

00:26:15: Für uns Banken war's jetzt endlich die Aufgabe zu sagen Wir müssen unsere Stärke ausspielen wir müssen aber auch unsere Produktwelt verändern.

00:26:23: Ja.

00:26:24: Damit also der Kunde, der zum Beispiel vielleicht nur ein MSCI World haben möchte um mal da als Beispiel zu bleiben ohne jetzt Werbung dafür machen zu wollen ... ... der den nur haben möchte aber der zweimal im Jahr vielleicht mal kurz anrufen möchte und eine Frage hat... Da muss sich halt dieses Produkt auch anbieten!

00:26:41: Auch als regionale Bank.

00:26:42: Und dadurch hat sich bei uns quasi die Beratungskompetenz ergänzt um eine Produkterweiterung

00:26:49: auch Wenn man es mal ganzheitlich betrachtet.

00:26:53: Wie groß ist denn jetzt der Druck durch den Trade Republic, durch den N-Sächsen-Zwanzig für nicht nur auf euch bezogen, so generell für diese Regionalbanken?

00:27:02: Druck würde ich jetzt weniger sagen.

00:27:05: Ich glaube es ist wichtig für uns Banken und vor allem regionale Banken dass wir uns dem neuen Wettbewerb annehmen.

00:27:11: Und vor allen Dingen ist es ganz wichtig Wir müssen erst mal wissen wo liegen die Stärken da drin?

00:27:16: Ich erlebe auch immer wieder das Mitarbeiter manchmal vielleicht gar nicht genau kennen oder genau wissen.

00:27:23: Ich mache immer nur Werbung dafür, ich will niemanden woanders hinschicken aber das gilt für jede Branche.

00:27:28: wenn ich was verkaufe dann muss ich wissen was verkauft mein Wettbewerb und im besten Fall muss ich es getestet haben um zu wissen was sind die Vorteile?

00:27:35: Die Nachteile und wie kann ich in diese Lücke vielleicht reingehen?

00:27:40: also ich sehe das weniger als Druck sondern ich sehe dass als unseren Auftrag sozusagen uns noch genauer zu positionieren und so sagen was sind unsere Wachstumsfelder?

00:27:50: sage jetzt nicht, dass die unser Geschäftsmodell-Unterdruck bringen insofern das es uns nicht mehr geben wird.

00:27:57: Druck wäre dann irgendwann da.

00:27:59: wenn man sagt ich beharre auf meinem Standpunkt und glaube, dass es die nächsten zwanzig dreißig Jahre vielleicht so weitergeht?

00:28:05: Dann könnte irgendwann eine Drucksituation denke ich kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit.

00:28:08: Wahrscheinlich irgendeine Strategie für den jungen Leute um die jungen Leute auch an die Regionalbank zu binden muss es wahrscheinlich schon irgendwie mittelfristig geben.

00:28:15: Genau ja ... muss es geben, was wir uns als Hausaufgaben halt gemacht haben zu sagen,... ... wenn wir in den Markt jetzt reingehen... ... dann müssen wir erst diese technischen Hausaufgarben machen.

00:28:29: Ich denke das gilt aber auch für alle Branchen.

00:28:31: ne?

00:28:31: Auch wenn ich Handwerker bin,... ... dann muss ich erstmal eine gewisse Fachkompetenz haben... ... und da brauche ich gutes Werkzeug bevor ich zum Kunden fahren kann.

00:28:38: Und letztendlich kann man das ja vergleichen zu sagen.

00:28:40: Ich muss erstmal meinen Handwerkzeug mir einkaufen... ... bis bevor ich dann zum Kundenfahren kann.

00:28:44: Ich glaube ein Part davon ist jetzt nur mal ein Beispiel des Thema Bitcoin.

00:28:48: Wo ich mich extrem gewundert habe, du hast mir erzählt das wird mittelfristig vielleicht auch kurzfristig bei euch kommen.

00:28:55: Ja, ich hoffe kurzfristig.

00:28:57: Wir sind gerade an der Notifizierung von der BAFEN dran.

00:28:59: Da muss man sich als Institut auch notifizieren lassen und eine Lizenz für bekommen.

00:29:04: Für uns ist es halt genau wichtig zu sagen wir machen keine Kryptowährungsberatung nach vorne hin.

00:29:10: aber genau diese technischen Komponenten die ich meine.

00:29:13: Derjenige der halt Kryptowerungen kaufen will kann das dann bei uns machen aber ergänzt um alle anderen Themen die wir anbieten auch.

00:29:19: also er muss letztendlich nicht seine Kryptowehrung in der wallet A haben bei der Bank B, sondern es gibt's halt auch bei uns.

00:29:28: Und du hattest ja gerade schon gesagt diese Fanziness die man halt bei diesen ganzen Ollerbanken hat.

00:29:32: ist das nicht vielleicht auch ein Weg diese Fanzeness auch für sich zu gewinnen?

00:29:37: Nicht zu kopieren aber so irgendwie schon sich davon inspirieren zu lassen?

00:29:43: Ja, das ist definitiv.

00:29:44: Das ist ja auch der Grund warum wir jetzt zum Beispiel einfach mal in der Außenwirkung andere Methoden benutzen als vielleicht schon den klassischen Zeitungsartikel oder so.

00:29:53: Ich halte es trotzdem für wichtig zu sagen ich muss mich davon inspirieren lassen.

00:29:56: das Wort fand ich total gut weil wir wollen das nicht kopieren.

00:30:00: das können wir auch nicht kopien.

00:30:03: Aber ich muss es halt als Inspiration nehmen zu sagen, wie stelle ich mich in Zukunft auf?

00:30:07: Und ich habe letztens auch einen Beitrag auf LinkedIn kommentiert.

00:30:13: Ich halte das für falsch.

00:30:14: manchmal kommen so Stimmen zum Beispiel auf zu sagen wir müssen jetzt die Neobroker oder wir müssen Finfluencer mehr regulieren weil sie haben mehr Freiheiten als die Banken.

00:30:25: also wenn man eure Branche noch mehr reguliert dann

00:30:29: Genau, also wir arbeiten schon in der Bankenbranche in einer sehr regulierten Branche.

00:30:34: Teilweise überregulierten Branchen und wenn ich jetzt noch mehr Regulatorik einführe halte ich das nicht für den Zwingt besten Weg.

00:30:42: Ich bin denn auch für gleiche Voraussetzungen zu sagen anstatt Regulatorick aufzubauen an gewissen Stellen würde ich eher gucken wie kann ich sie bei den Banken vielleicht ein Stück weit abbauen um gleiche voraussetzung zu schaffen.

00:30:53: Und ich glaube halt für einmal das Thema Personenmarke, nicht nur jetzt auf dich bezogen.

00:30:56: Generell auf Deutschlandweitebanken ist vielleicht auch ein Weg, dass man Gesicht für die Bank A, Bank B und Bank C bekommt.

00:31:03: Genau, ich muss halt in und wir sind nun mal ein regionales Unternehmen.

00:31:07: Und da muss sich halt für meine Zielkunden und für meine Kundschaft auch sichtbar sein, ne?

00:31:12: Nicht nur als Unternehmen sondern auch als Person.

00:31:15: Weil... Wir haben halt auch gemerkt, als ich zum Beispiel mit Social Media angefangen habe, haben wir erst so einen Mittelstands-Account gegründet bevor ich meine persönlichen Accounts eigentlich in den Fokus gestellt hab'n.

00:31:25: wir haben auf beiden Account die gleichen Themen ausgespielt ja aber auf dem persönlichen account ist es durchaus Ja, für den Konsumenten nahbarer gewesen eigentlich.

00:31:35: Der Volk

00:31:35: ist halt einfach eher einer Person als im Unternehmen?

00:31:38: Genau!

00:31:39: Gab's denn da auch Hater, als du gestartet hast?

00:31:43: Ja, Hater ist jetzt vielleicht ein harte Begriff.

00:31:46: Skeptiker?

00:31:47: Die gab's auf jeden Fall!

00:31:48: Ich erinnere mich an eine Begegnung die war ... ich bin ja jetzt seit knapp einem Jahr unterwegs und relativ kurz nach dem Start habe ich einen Vorstand einer anderen Bank auf ne Veranstaltung getroffen.

00:31:59: der sagte dann so salopp zu mir haben sie eigentlich den ganzen Tag nichts anderes zu tun.

00:32:04: Ist keine Arbeit mehr wie so zwischen Mediapart.

00:32:06: denkt er wahrscheinlich oder dachte er

00:32:08: Ja, vielleicht auch ist ein bisschen Spielerei dahinter.

00:32:13: Letztendlich ist das Öffentlichkeitsarbeit genauso wie ich gehe auf eine Vereinsveranstaltung oder ich geh auf ne Veranstaltung von der Wirtschaftsgemeinschaft.

00:32:20: Genauso gehört es für mich dazu was vielleicht manche dann auch nicht greifen können zu sagen Auch wenn ich jetzt jeden tag ein video ausspiele Man sitzt ja vielleicht auch nicht jeden Tag vor der Kamera sondern man produziert hier auch Themen vor wo man einen gewissen themenspeicher hat und hat man auch erst mal Zeit fürs andere.

00:32:39: Aber es ist auch eine Sache der Priorisierung, ich bin gestern gefragt worden wie schaffen sie das eigentlich so in ihrem Alltag als Vorstand?

00:32:48: Es ist denke ich wirklich ne Sache der Priorisierung zu sagen, es muss halt eine gewisse Priorität haben und dann kann ich das in meinen Arbeitsablauf irgendwie... Einplan.

00:32:58: Genauso wie es Priorisierung hat und da bin ich total schlecht drin, wenn jemand sagt, ich schaffs nicht zum Sport zu gehen oder so.

00:33:03: Das schaffen wir immer, wenn man will.

00:33:05: Da habe ich zum Beispiel keine Priorität.

00:33:06: aber das denke ich ist eine Sache der Strukturierung was negative Stimmen immer mal kommen.

00:33:15: also wir haben einmal eine E-Mail gekriegt vom Kunden ob denn ihr Vorstand auch jetzt nichts anderes machen würde.

00:33:22: Aber das erkläre ich dann auch gern was dahinter steckt und wer sich das gerne anschauen möchte, auch bei uns vor Ort sehr gern.

00:33:28: Aber ich muss sagen die Feedbacks überwiegend sind positiv.

00:33:30: Es gibt halt Menschen, die erkennen nicht im ersten Step den Mehrwert daran ne?

00:33:33: Die denken Social Media Spielerei ist es aber nicht weil mittel- und langfristig wirds euch auf jeden Fall etwas bringen.

00:33:40: Du kannst halt den Erfolg schwer messen.

00:33:42: Du kannst hier zwar gewisse Reichweitenzahlen angucken, das ist jetzt ja bei erst mal rein auf das Social Media bezogen.

00:33:47: Du kannst schwer messen welchen Erfolg hat die Reichweite auf mein Geschäft?

00:33:52: Also was ich noch nicht verzeichnen konnte, dass mich dadurch jemand angerufen hat und gesagt hatte, ich möchte unbedingt bei ihm Kunde werden!

00:34:00: Aber wo ich wirklich fest davon überzeugt bin es, dass die Bekanntheit des Unternehmens dadurch wächst und auch dadurch man weiß okay welche Themen kann ich von einer Reifeisemank-Bonnertal erwarten?

00:34:12: Und das Thema Jugendmarkt wird wahrscheinlich dann auch dadurch mittelfristig schon, würde ich sagen beeinflusst werden.

00:34:17: Weil ja der Fünfzig, der Sechzehrichtige wird vielleicht nicht morgen ein neues Konto bei euch abschließen... ...aber der Zwanzigjährige, der dir drei Jahre folgt und seine Familie vielleicht in X Jahren die werden dann bei euch vielleicht doch kunde werden.

00:34:28: Also ich würd' schon sagen dass es eine mittel-und langfristige Bedeutung hat.

00:34:34: Ja, das hat's definitiv!

00:34:35: Wir bespielen auch da verschiedene Plattformen.

00:34:38: zum Beispiel auf Instagram verspielen wir auf... ... meinem Account verschiedene Themen.

00:34:42: Wir haben auch einen Hauptaccount der Bank, ... ... der in den letzten Jahren sehr erfolgreich geworden ist,... ... wo wir zum Beispiel auch manchmal auch humorvollere Themen mit platzieren... und LinkedIn ist dann eher so ein bisschen der ernstere Tenor, ... … wo wir aber auch Kunden jetzt nicht im zwingendem jungen Segment ansprechen, sondern auch Führungskräfte-Unternehmer.

00:35:02: Und ja ich sehe aber auch wenn man sich meine Stories mal anschaut sind nicht nur junge Kunden die sich das anschauen!

00:35:08: Von daher würde ich sogar gar nicht die alle in eine Schublade jetzt nach dem Alter stecken, aber es ist natürlich so dass man natürlich schon die Tendenz hat das auf Social Media andere Altersklassen unterwegs sind.

00:35:18: Wobei wo wir jetzt nicht... mit platziert sind da ist glaube ich ja noch mal, dann genau andere Altersklassen.

00:35:26: Aber das wird dann eher perspektivisch wenn man in diesen Jugendmarkt rein will sehr relevant werden denke ich.

00:35:31: Da sind wir momentan auch nicht.

00:35:32: und was sind so Ziele in den nächsten eins zwei Jahren mit dem Personenaccount?

00:35:35: also wo willst du hin?

00:35:36: Sowohl themäßig als auch ja gut follower.

00:35:39: mäßig ist vielleicht blöd gefragt aber einfach themässig.

00:35:42: Wo willst Du hin mit dem Account?

00:35:44: Also ich habe eine Followerzahl auf mein für meinen linken Account zumindestens für die nächsten drei Jahre.

00:35:49: Aber die behalte ich noch für mich ja.

00:35:52: Die ist noch geheim, wo will ich hin?

00:35:56: Wir müssen unsere Themen, die wir bisher haben... Die gut laufen, weiter ausbauen und das war auch für mich so ein Lernprozess zu sagen.

00:36:04: Ich kann eigentlich gar nicht sagen welche Themen ich in zwei Jahren ausspiele weil wir haben in einem Jahr schon so viel versucht... ...und man muss es wirklich testen.

00:36:12: was mir wichtig ist immer nicht auf jeden Trend aufzuspringen sondern zu sagen.. ..ich habe mir jetzt als Aufgabe gemacht zum Beispiel auch mal Alltagseinblicke in die Bank zu geben in den Maschinenraum zu geben mal über Führung zu sprechen ... auch Inseits aus Veranstaltungen zu geben, um mal zu zeigen.

00:36:29: Was machen wir eigentlich für unsere Mitarbeiter?

00:36:30: Wir hatten gerade ein cooles Sommerfest in Kassel gefeiert und dass man auch einfach mal weiß was passiert denn da... ... weil wir sprechen natürlich ja dadurch nicht nur Kunden an sondern vielleicht auch potenzielle Mitarbeiter.

00:36:41: Ja oder auch behind the scenes Einblicke.

00:36:42: Wir haben ja hinter der Kamera einen Kollegen von dir dabei und werde dich begleitet.

00:36:46: also finde ich auch mal spannend wenn man sieht was du von acht bis... ...achtzehn Uhr so machst.

00:36:52: Ja, wenn es meistens bei Achtzehn Uhr bleiben würde.

00:36:55: Das ist spannend und was immer gut kommt ... ... ist zwischendurch mal was Humor verlässt zu sagen wir machen auch eins oder zwei Mal so eine Autekfolge.

00:37:03: Da mache ich dann auch gerne mit.

00:37:05: Meistens wollen unsere... Die können

00:37:07: wir dann auch vom Podcast machen vielleicht?

00:37:08: Ja klar!

00:37:09: Können wir machen ne?

00:37:10: ... ich immer nicht so mitmachen kann es, also unsere Social Media Managerin ... ... sagen immer zu mir oder schicken mir Ideen und sagen das könnten wir versuchen.

00:37:22: Ich sag da noch meistens, dass finde ich total cool!

00:37:25: Das können wir auch machen, aber ich kann das nicht machen.

00:37:28: Wir fragen mal jemand anderen aus der Bank weil da ist natürlich schon immer ein gewisses Thema zu sagen was kann ich als Vorstand machen und wie weit kann ich gehen?

00:37:36: Wie weit kann Ich nicht gehen?

00:37:38: Da muss man sich auch ein bisschen langsam irgendwie rantasten.

00:37:40: Und es muss ja authentisch bleiben.

00:37:42: also wenn du dich dann irgendein Korsett reinpresst wird auch keinen Sinn.

00:37:45: genau wir haben das auch manchmal bei Wenn wir so Themen Briefings machen oder sowas.

00:37:49: könnten wir uns mal vorstellen für die nächsten vier Wochen an Themen spielen.

00:37:54: Mittlerweile wissen die zwei Damen schon sehr gut wie ich ticke, wie ich unterwegs bin.

00:37:59: Aber am Anfang war das so oft so, wo ich sagte, ja ist ein tolles Thema aber das passt nicht zu mir!

00:38:03: Da kann ich nicht drüber sprechen auch wenn es vielleicht im Außenstehender nicht weiß dass es eigentlich nicht zu mehr persönlich passt, aber trotzdem ist es mir wichtig, dass ich halt möglichst authentisch

00:38:12: bin.

00:38:12: Ja voll.

00:38:14: Ich habe jetzt abschließend nochmal eine große Frage.

00:38:17: Wie sieht die Regionalbank in zehn Jahren

00:38:19: aus?

00:38:21: Das ist eine richtig spannende Frage, da können wir eigentlich eine ganze Folge drüber drehen.

00:38:26: Ich glaube uns wird es in zehn Jahren weiter geben wenn wir uns weiter fokussieren darauf persönlich relevant eine persönliche Relevanz zu haben beim Kunden.

00:38:37: die Digitalisierung macht für uns auch nicht halt.

00:38:39: ja Wir merken das Auch Wenn wir uns die Frequenzen in Geschäftsstellen anschauen.

00:38:46: Mittlerweile ist es zum Beispiel so unser digitales Konzert Kontaktcenter, das Kundendialog-Center wo man anrufen oder per digitale Wege die Kommunikation sucht, wickelt mehr Kundenkontakte ab als alle unsere Geschäftstellen.

00:39:01: Also da merkt man schon in den nächsten Jahren ein gewisser Trend auch dass sich das Bankgeschäft verändert.

00:39:08: umso wichtiger ist es, dass ich ja eine Möglichkeit habe im Gesicht zu kriegen zum Kunden weil ich hab's halt nicht mehr in der klassischen Filiale.

00:39:16: Irgendwann werden die Kunden, die halt jetzt noch zu uns kommen vielleicht auch nicht mehr kommen.

00:39:21: Und dann muss ich mir halt genau überlegen wie bin ich nach außen präsent?

00:39:25: Wenn ich mir das nicht überlege... ...dann werde ich nach vorne Themen haben zu sagen wie kann ich mich im Markt behaupten?

00:39:30: Ja man

00:39:31: kann es auch schwer sagen wenn ich uns anschaue vor sechs und vor drei Jahren und so heute wir machen nichts mehr was wir vor drei jahren gemacht haben.

00:39:37: genauso ne also ist natürlich auch nur eine dynamische Entwicklung.

00:39:41: Die Entwicklung ist sehr dynamisch.

00:39:43: Wir haben natürlich ausgelegte Strategien nach vorne, die muss man auch immer anpassen und sich regulieren und sozusagen sind wir noch auf dem richtigen Weg unterwegs ohne dass es natürlich sprunghaft wirkt weil es muss immer ein roter Faden da vorne sein.

00:39:57: Es ist schwierig zu sagen aber die Digitalisierung auch KI wird darauf Einfluss nehmen.

00:40:01: Auch sind wir jetzt schon engagiert.

00:40:04: Aber ich denke wenn wir es richtig angehen und weiterhin in der Sichtbarkeit bleiben vielleicht dann über andere Kanäle ... dann wird es uns auch in zehn Jahren und in zwanzig und in dreißig Jahren noch geben.

00:40:14: Tobias, danke für die tollen Einblicke in euer Geschehen... ...in dich als Person!

00:40:20: Ich glaube da haben einige was mitnehmen können gerade was die Entwicklung von deiner Branche... ...für die Zukunft angeht.

00:40:25: Wir werden auf jeden Fall linkt in Insta & Co verlinken.

00:40:28: also für alle die vielleicht auch Fragen haben rund um deine Person,... ...die Bank oder irgendwas werden dir sicher schreiben dürfen.

00:40:34: Und vielleicht machen wir mal einen... In X Monaten oder in X Jahren eine Follow-up Folge.

00:40:39: Und dann bist du schon mit großem Personenmarke.

00:40:42: Ja, vielen lieben Dank!

00:40:44: Vielen lieben dank dass ich hier sein durfte und da finde ich ne gute Idee mal zu schauen ob in wieviel jahren auch immer das so eingetreten ist wie man heute gedacht hat.

00:40:51: Ich bin gespannt Wir hören uns

00:40:53: Danke schön.

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